Der Walldorfer Softwarekonzern SAP verschärft seine Sparmaßnahmen, um mehr Geld in Künstliche Intelligenz (KI) investieren zu können. Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, werden die Richtlinien für Neueinstellungen und Dienstreisen strenger gefasst. In einigen Bereichen sollen zudem Stellen gestrichen werden. Zunächst hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg über die Pläne berichtet, die einen Einstellungsstopp vorsehen.
Hintergrund des Sparkurses
Bereits vor etwa eineinhalb Jahren hatte SAP einen umfassenden Umbau angekündigt, um sich für die KI-Ära zu rüsten. Damals wurden Tausende Stellen auf den Prüfstand gestellt. In wachstumsschwachen oder schrumpfenden Bereichen fallen Jobs weg, während in zukunftsträchtigen Geschäftsfeldern neue Teams aufgebaut werden. Vorstandschef Christian Klein widmet sich verstärkt dem Thema KI.
Druck durch KI-Entwicklungen
Der Aufstieg von ChatGPT und ähnlichen KI-Modellen setzt Anbieter klassischer Firmensoftware weltweit unter Druck. Anleger befürchten, dass Unternehmen mithilfe von KI kostengünstig eigene Programme für Buchhaltung oder Lagerverwaltung entwickeln könnten. Klein weist diese Spekulationen jedoch wiederholt zurück. „Wir verlieren keine Aufträge wegen KI. Wir gewinnen Aufträge wegen KI“, betonte er mehrfach.
Auswirkungen auf Mitarbeiter und Reisetätigkeit
Die verschärften Regeln betreffen vor allem Neueinstellungen und Dienstreisen. SAP will dadurch Mittel freisetzen, die in KI-Investitionen fließen sollen. Konkrete Zahlen zu den geplanten Einsparungen nannte das Unternehmen zunächst nicht. Analysten erwarten jedoch, dass der Sparkurs insbesondere in der Verwaltung und im Vertrieb spürbar wird.
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