Cern schaltet LHC ab: Umbau für Jagd auf Dunkle Materie
Cern schaltet LHC ab: Umbau für Dunkle Materie

Der Large Hadron Collider (LHC) am Europäischen Kernforschungszentrum Cern in Genf wurde am Montag um 06:00 Uhr planmäßig abgeschaltet. Der 27 Kilometer lange ringförmige Teilchenbeschleuniger wird in den kommenden vier Jahren grundlegend modernisiert, um ab 2030 mit höheren Kollisionsraten den Geheimnissen des Universums auf die Spur zu kommen. Der Nachfolger, der HiLumi-LHC, soll im Juni 2030 den Betrieb aufnehmen.

Abschied vom LHC: „No beam“ nach 15 Jahren Betrieb

„Mach’s gut, LHC, und danke für all die Kollisionen“, schrieb das Cern um 05:52 und 15 Sekunden auf der live geschalteten LHC-Seite. Kurz darauf war dort ein blauer Balken mit der Aufschrift „No beam“ zu sehen – kein Protonenstrahl mehr im Beschleuniger. Seit seiner Inbetriebnahme im Jahr 2008 hatte der LHC Protonen auf nahezu Lichtgeschwindigkeit beschleunigt und zur Kollision gebracht, was unter anderem 2012 zur Entdeckung des Higgs-Teilchens führte.

HiLumi-LHC: Stärkere Magnete und bessere Detektoren

Die Modernisierung umfasst leistungsstärkere Magnete und verbesserte Detektoren, die es ermöglichen sollen, mehr Protonenkollisionen pro Sekunde zu erzeugen und auszuwerten. Ziel ist es, ab 2030 die Dunkle Materie zu erforschen, die zusammen mit der Dunklen Energie etwa 95 Prozent des Universums ausmacht. Bislang ist es nicht gelungen, die Teilchen nachzuweisen, die hinter der Dunklen Materie stecken. „Wir hoffen, mit dem HiLumi-LHC endlich einen direkten Nachweis zu erbringen“, erklärte ein Cern-Sprecher.

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Bedeutung für die Grundlagenforschung

Die Erkenntnisse aus den Kollisionen könnten das Verständnis des Universums revolutionieren. Neben der Dunklen Materie erhoffen sich die Forscher auch neue Einblicke in die Natur der Dunklen Energie sowie in weitere fundamentale Fragen der Physik. Der Umbau ist eine der größten Aufrüstungen des LHC seit seiner Inbetriebnahme und unterstreicht die Bedeutung des Cern als führendes Zentrum der Teilchenphysik.

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