Fusionskraftwerk in Deutschland: Mecklenburg-Vorpommern forscht mit
Fusionskraftwerk: MV an Entwicklung beteiligt

Mehrere Forschungseinrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern profitieren von einem Förderprogramm der Bundesregierung mit dem Ziel, das weltweit erste Kernfusionskraftwerk in Deutschland zu bauen. Einrichtungen in Rostock und Greifswald gehören laut Schweriner Wissenschaftsministerium zu Konsortien, die einen entsprechenden Zuschlag erhalten haben.

Fusionsforschung in MV: Beteiligung an drei neuen Hubs

Das Bundesforschungsministerium fördert drei sogenannte Fusionhubs in einer ersten Runde mit insgesamt 125 Millionen Euro. Diese Summe soll durch die Bundesländer sowie private Investoren aufgestockt werden. Das Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Greifswald, das mit Wendelstein 7-X die größte Fusionsanlage ihrer Bauart betreibt, ist in einem der Hubs vertreten. Zudem wurde das neue High Density Institut (HEDI) an der Universität Rostock als Partner eines weiteren Hubs ausgewählt.

Magnet- und Laserfusion: Zwei Wege zum Ziel

Fusionsenergie basiert auf der Verschmelzung von Atomkernen, wie sie in der Sonne stattfindet. Es gibt zwei Hauptansätze: Bei der Magnetfusion wird das heiße Plasma mittels starker Magnete eingeschlossen; bei der Laserfusion soll Laserenergie die Fusion auslösen. Die Bundesregierung fördert je ein Konsortium für Magnetfusion, Laserfusion sowie eines für Brennstoffkreisläufe und Materialentwicklung. Das IPP arbeitet im Bereich Magnetfusion, während das HEDI in Rostock sich der Laserfusion widmet.

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Wissenschaftsministerin Martin: 'Meilenstein für die Forschung'

Wissenschaftsministerin Bettina Martin (SPD) bezeichnete die Förderung als „Meilenstein für die Fusionsforschung in Mecklenburg-Vorpommern“. Das Land habe über viele Jahre in diesen Bereich investiert, „und zwar bereits zu Zeiten, als noch viele diese Technologie belächelt haben“, so Martin. Die Universitäten Greifswald und Rostock bilden zudem Fachkräfte aus, die an den Konsortien beteiligt sind.

Langjährige Investitionen und Fachkräfteausbildung

Das Land Mecklenburg-Vorpommern hat nach Angaben des Ministeriums frühzeitig in die Fusionsforschung investiert. Die Beteiligung an den neuen Hubs soll die Position des Landes als Forschungsstandort stärken. Die Fusionsenergie gilt Befürwortern als unerschöpfliche und umweltfreundliche Energiequelle, während Kritiker sie als teure Zukunftsmusik betrachten. Dennoch treibt die Bundesregierung den Bau des weltweit ersten Fusionskraftwerks voran.

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