Am heutigen Abend öffnen zahlreiche Forschungseinrichtungen in Berlin ihre Türen für die Öffentlichkeit. Die Lange Nacht der Wissenschaften (LNDW) bietet neugierigen Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit, hinter die Kulissen der Wissenschaft zu blicken. Mit Experimenten, Vorträgen, Diskussionsrunden und Shows wird ein abwechslungsreiches Programm geboten. Hier sind die wichtigsten Informationen.
Eckdaten der Veranstaltung
Das Programm der Langen Nacht der Wissenschaften läuft von 17.00 bis 24.00 Uhr. Rund 60 Berliner Einrichtungen beteiligen sich, darunter Hochschulen, Forschungsinstitute und Unternehmen. Die Veranstaltungsorte verteilen sich über die ganze Stadt: Im Südosten sind Adlershof und Schöneweide vertreten, im Südwesten Dahlem und Steglitz, im Westen Charlottenburg, Schöneberg und Spandau, und im Zentrum unter anderem Mitte, Wedding, Moabit und Tiergarten. Auch Buch im Norden ist dabei.
Ticketpreise und Kaufmöglichkeiten
Für den Besuch der Langen Nacht der Wissenschaften ist ein Ticket erforderlich, das den Zugang zu allen Veranstaltungen ermöglicht. Der reguläre Preis beträgt 7,50 Euro. Kinder unter sechs Jahren haben freien Eintritt. Ermäßigte Tickets zum Preis von 5 Euro stehen Schülern, Auszubildenden, Studierenden, Rentnern und Menschen mit Behinderung zur Verfügung. Ein Familienticket für bis zu fünf Personen kostet 20 Euro. Zudem gibt es Late-Night-Tickets für 5 Euro, die ab 22.00 Uhr gültig sind.
Tickets können bequem online erworben werden. An fünf Standorten gibt es Abendkassen, jedoch wird hier für reguläre Tickets ein Aufpreis von 2,50 Euro erhoben. Familientickets sind an den Abendkassen nicht erhältlich.
Anreise und Mobilität
Die Organisatoren empfehlen die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Fahrrad. Zu den Veranstaltungsorten in Buch, im Südwesten und im Südosten verkehren Sonderbusse von den nächstgelegenen U-Bahn- und S-Bahnstationen. Diese Busse können mit dem LNDW-Ticket kostenlos genutzt werden.
Programmhighlights
Mehr als 1.000 Programmpunkte warten auf die Besucher. Viele Angebote richten sich speziell an Kinder und laden zum Mitmachen ein. Hier eine Auswahl:
- Pflanzenwelt erleben: Im Haus Gauß an der Berliner Hochschule für Technik können Teilnehmende erfahren, wie Pflanzen auf Berührungen und Emotionen reagieren.
- Häuser aus Pilzen: Forscher der Technischen Universität zeigen im Labor, wie man Häuser aus Pilzen bauen kann. Kinder ab 6 Jahren können selbst experimentieren. Treffpunkt ist das zweite Stockwerk im Haus der Biotechnologie.
- Blick hinter die Kulissen: Im Otto-Wels-Haus Unter den Linden entsteht eine neue Dauerausstellung über Helmut Kohl. Um 21.00 Uhr führt die Kuratorin durch die Ausstellung mit Fotografien, Filmen und O-Tönen.
- Vortrag zur nordischen Geschichte: Das Nordeuropa-Institut der Humboldt-Universität bietet einen 20-minütigen Vortrag über 1.200 Jahre Geschichte Nordeuropas, von Wikingerhäuptlingen bis zu skandinavischen Königshäusern. Beginn: 17.00 Uhr im Hauptgebäude der Uni.
- Demenzvortrag und Science Slam: Das Deutsche Zentrum für Altersfragen erklärt Ursachen von Demenz und Präventionsmöglichkeiten. Um 21.00 Uhr folgt ein Science Slam zu KI, Grundrente und Seniorenheim. Beide Veranstaltungen im Hörsaal 2094 der Humboldt-Universität.
- Deepfakes und KI: Eine Podiumsdiskussion an der Freien Universität thematisiert Deepfakes und digitale Manipulation. Beginn: 17.00 Uhr in der Rostlaube.
Die Lange Nacht der Wissenschaften bietet für jedes Alter und jedes Interesse spannende Einblicke. Wer sich für Wissenschaft begeistert, sollte diese Gelegenheit nicht verpassen.



