Historischer Moment: Westfassade des Parthenon nach 200 Jahren fertig restauriert
Athen. Die Gerüste sind gefallen – und der Parthenon zeigt wieder sein volles Gesicht. Nach rund zwei Jahrhunderten ist seine Westfassade nun vollständig zu sehen. Die Restaurierung des westlichen Giebels des antiken Tempels auf der Akropolis von Athen ist abgeschlossen, wie die griechische Kulturministerin Lina Mendoni mitteilte.
Erstmals seit mehr als 200 Jahren können Besucher die Westfassade des Parthenon wieder in ihrer ursprünglichen architektonischen Einheit bewundern. Die Arbeiten umfassten den Einbau von zwei rekonstruierten Stützen sowie die Wiederherstellung einer Stützmauer. Diese Maßnahmen waren Teil eines umfassenden Restaurierungsprogramms, das teilweise aus Mitteln des EU-Wiederaufbaufonds finanziert wurde.
Die ersten Renovierungsarbeiten auf der Akropolis hatten bereits Mitte des 19. Jahrhunderts begonnen. Mendoni sprach von einem „historischen Moment“ für das Monument und den weltweiten Kulturerbe-Schutz. Die Arbeiten seien technisch äußerst anspruchsvoll gewesen und hätten höchste Präzision erfordert.
Präzise Restaurierung mit antiken und neuen Elementen
Ziel der Restaurierung war es, die architektonische Einheit des Giebels so weit wie möglich wiederherzustellen. Teile der erhaltenen antiken Elemente wurden konserviert und wieder eingesetzt. Fehlende Bestandteile ergänzte man aus neuem Marmor, wie die Ministerin weiter erläuterte.
Der Parthenon, ein Symbol der antiken griechischen Kultur und ein UNESCO-Weltkulturerbe, zieht jährlich Millionen von Touristen an. Die vollendete Restaurierung der Westfassade markiert einen wichtigen Meilenstein in der Erhaltung dieses bedeutenden Monuments.



