Ein internationales Forscherteam hat auf dem Exoplaneten „LHS 1140 b“ Hinweise auf eine Atmosphäre entdeckt. Der Fund gilt als möglicher Durchbruch in der Suche nach Leben außerhalb unseres Sonnensystems, da es sich um einen felsigen Planeten in der bewohnbaren Zone seines Sterns handelt. Die Studie unter der Leitung von Collin Cherubim wurde in der Fachzeitschrift „Science“ veröffentlicht und von der Universität Harvard unterstützt, wie das US-Magazin 404 Media berichtet.
Eigenschaften des Exoplaneten LHS 1140 b
LHS 1140 b ist eine sogenannte Super-Erde, etwa 5,6-mal so schwer wie unser Planet und rund 70 Prozent größer im Radius. Er umkreist einen kühlen Roten Zwergstern in einer Entfernung von rund 48 bis 49 Lichtjahren von der Erde. Kosmisch gesehen ist das fast Nachbarschaft, praktisch aber unfassbar weit weg: etwa 454 Billionen Kilometer. Der Planet liegt in der habitablen Zone seines Sterns, wo die Temperaturen theoretisch flüssiges Wasser ermöglichen könnten.
Der entscheidende Hinweis: Helium in der Atmosphäre
Die Forscher fanden Spuren von Helium, das aus der oberen Atmosphäre des Planeten entweicht. Dieses Signal wurde im Jahr 2024 gemessen, im Jahr 2025 jedoch nicht erneut. Laut Studie könnte der Atmosphärenverlust schwanken, was keinen Widerspruch darstellt. Bei Gasriesen wurden Atmosphären schon oft entdeckt, aber bei felsigen Planeten in der lebensfreundlichen Zone ist ein solcher Nachweis extrem schwierig. Deshalb gilt dieser Fund als möglicher Durchbruch.
Bedeutung für die Suche nach außerirdischem Leben
Keine Aliens, keine Pflanzen, keine Tiere wurden entdeckt. Aber der Planet bringt offenbar mehrere entscheidende Voraussetzungen mit: Er ist felsig, liegt in der Zone für mögliches flüssiges Wasser, und nun gibt es Hinweise auf eine Atmosphäre. Genau deshalb rückt LHS 1140 b in der Suche nach Leben außerhalb unseres Sonnensystems ganz nach oben. Die Entdeckung zeigt, dass die Erforschung von Exoplaneten-Atmosphären auch bei kleinen, felsigen Planeten möglich ist, was neue Perspektiven für zukünftige Missionen eröffnet.



