Weißstörche in Niedersachsen: Storchenpaar Fridolin und Mai wieder vereint
Im Nabu-Artenschutzzentrum in Leiferde im Landkreis Gifhorn herrscht endlich wieder Erleichterung. Nachdem Storch Fridolin bereits einige Tage zuvor zurückgekehrt war, traf nun auch seine langjährige Partnerin Mai am gemeinsamen Brutstandort ein. Damit ist das wohl bekannteste Storchenpaar des Landes wieder komplett und kann die neue Saison beginnen.
Bangende Tage und sorgenvolle Erwartungen
Die Mitarbeitenden und Storchenfreunde hatten in den vergangenen Tagen mit großer Sorge auf die Rückkehr der beiden Weißstörche gewartet. „Als Mai auf dem Nest eintraf, wurde sie von Fridolin mit einem kurzen, aber deutlichen Geklapper begrüßt“, berichtete Bärbel Rogoschik vom Artenschutzzentrum. Die Besorgnis war vor allem durch die Vogelgrippe begründet, die im vergangenen Winter in Spanien – einem wichtigen Überwinterungsgebiet für niedersächsische Weißstörche – hunderte Tiere das Leben gekostet hatte.
Routine trotz winterlicher Bedingungen
Trotz der eisigen Temperaturen und des kalten Ostwinds zeigten Fridolin und Mai sofort ihr gewohntes Verhalten. „Beide standen dann im eisigen Ostwind, stocherten zwischen den Ästen und zeigten bereits erste Paarungsversuche“, so Rogoschik weiter. Offenbar trotzten sie den winterlichen Bedingungen mit ihrer gewohnten Routine und ließen keine Zeit verstreichen. „Es tut gut, beide wieder wohlbehalten auf dem Nest zu sehen“, betonte die Expertin und verwies auf die große Erleichterung im Zentrum.
Live-Einblicke in den Storchenalltag
Für alle Interessierten bietet das Nabu-Artenschutzzentrum die Möglichkeit, den Alltag der beiden Weißstörche live mitzuverfolgen. Über eine Webcam im Internet können die Tiere rund um die Uhr beobachtet werden. Diese Einrichtung ermöglicht nicht nur spannende Einblicke in das Leben der Störche, sondern dient auch der Aufklärung und dem Artenschutz. Die Rückkehr von Fridolin und Mai markiert einen hoffnungsvollen Start in die neue Brutsaison und unterstreicht die Bedeutung von Schutzmaßnahmen für bedrohte Tierarten.



