Vogelgrippe im Weltvogelpark Walsrode: Mehr als 50 Tiere müssen getötet werden
Vogelgrippe-Ausbruch: Über 50 Tiere im Weltvogelpark betroffen

Vogelgrippe-Ausbruch im Weltvogelpark Walsrode: Über 50 Tiere müssen getötet werden

Im Weltvogelpark Walsrode, dem größten Vogelpark der Welt, ist die gefürchtete Vogelgrippe ausgebrochen. Nach Angaben des Landkreises Heidekreis in Niedersachsen wurde das Virus bei mehreren plötzlich verendeten Enten und Gänsen nachgewiesen. Die betroffenen Tiere lebten in einer separaten Voliere für Meeresvögel, in der sich insgesamt mehr als 50 Vögel befanden.

Alle Vögel der Voliere infiziert

Nach Untersuchungen weiterer toter Tiere steht das erschütternde Ergebnis fest: Sämtliche Vögel aus der betroffenen Voliere wurden positiv auf das Vogelgrippe-Virus getestet und müssen nun getötet werden. Eine Sprecherin des Parks bestätigte diese traurige Nachricht und betonte, dass es sich um eine separate Voliere handelt, in der verschiedene Wasservogelarten wie Enten, Gänse und Brillenpelikane untergebracht waren.

Ursache wahrscheinlich Wildvögel

Nach bisherigen Erkenntnissen wurde die Erkrankung höchstwahrscheinlich durch Wildvögel eingeschleppt. Experten vermuten, dass ein infizierter Wildvogel über das Gehege flog und Kot fallen ließ, über den sich die Tiere im Gehege ansteckten. Bereits zuvor waren wegen eines Vogelgrippe-Falls im Umkreis des Parks die meisten Tiere vorsorglich in Ställen oder in speziell geschützten Außenlagen ohne Kontakt mit Wildvögeln untergebracht worden.

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Aufwendige Reinigungsmaßnahmen notwendig

Das betroffene Gehege muss nun komplett geräumt, gründlich gesäubert und desinfiziert werden. Zudem müssen etwa zehn Zentimeter des Bodens abgetragen werden, um mögliche Virusreste zu entfernen. Frühestens in 21 Tagen dürfen wieder neue Vögel in die Voliere einziehen, so die Vorgaben der Behörden.

Park bleibt vorerst geschlossen

Der Weltvogelpark Walsrode bleibt vorerst geschlossen. Normalerweise öffnet der Park Mitte März seine Pforten und läutet damit den Frühling ein. Im Winter ist der Park nur an den Wochenenden geöffnet. „Aktuell hoffen wir, regulär in die Hauptsaison am 14. März starten zu können“, sagte die Park-Sprecherin. Der wirtschaftliche Schaden für die Anlage ist noch nicht absehbar.

Maßnahmen zur Eindämmung

Um eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern, arbeiten die Park-Mitarbeiter eng mit dem örtlichen Veterinäramt zusammen. Zu den Maßnahmen gehören:

  • Regelmäßige Kotprobenentnahme von vielen Tieren
  • Strenge Hygiene-Regeln für Tierpfleger
  • Konsequente Umsetzung aller empfohlenen Schutzmaßnahmen
  • Dauerhafte Überwachung der Tierbestände

Zufriedenstellende Kontrollergebnisse

Tests haben ergeben, dass Tiere in umliegenden Gehegen nicht infiziert wurden. Seit Montag gab es keine weiteren Fälle. Die Park-Mitarbeiter sind zuversichtlich, dass sich das Virus nicht weiter ausbreitet. Dennoch bleibt die Sorge vor weiteren Verlusten groß. „Wichtig ist, dass wir die empfohlenen Maßnahmen konsequent umsetzen, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern“, betonte die Vogelpark-Sprecherin.

Der Weltvogelpark Walsrode beherbergt fast 600 verschiedene Vogelarten und ist eine der wichtigsten touristischen Attraktionen in Niedersachsen. Der aktuelle Ausbruch der Vogelgrippe stellt eine ernste Herausforderung für den Park dar, der normalerweise jährlich hunderttausende Besucher anzieht.

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