Geflügelpest kehrt zurück: Vogelgrippe-Ausbruch im Kyffhäuserkreis fordert über 10.000 Puten
Nach dem schweren Ausbruch der Vogelgrippe im Herbst, als Tausende Kraniche am Stausee Kelbra verendeten und 40.000 Hühner in einem Geflügelbetrieb getötet werden mussten, ist die Seuche erneut in der Region angekommen. In einem Betrieb im Kyffhäuserkreis wurde jetzt das Vogelgrippevirus H5N1 nachgewiesen. Das Landratsamt in Sondershausen hat eine Allgemeinverfügung erlassen, die ab diesem Freitag, dem 20. Februar 2026, gilt.
Massive Maßnahmen zur Eindämmung der Tierseuche
Um den betroffenen Geflügelbetrieb besteht im Umkreis von zehn Kilometern eine strikte Überwachungszone. Diese Zone reicht fast bis an die Kreisgrenze zu Mansfeld-Südharz heran und umfasst damit ein erhebliches Gebiet. Die Behörden haben angeordnet, dass über 10.000 Puten in dem Betrieb getötet werden müssen, um eine weitere Ausbreitung der hochpathogenen aviären Influenza zu verhindern.
Wiederkehrende Bedrohung für die Geflügelwirtschaft
Der aktuelle Ausbruch unterstreicht die anhaltende Bedrohung durch die Vogelgrippe für die Geflügelindustrie in der Region. Bereits im Herbst hatte die Seuche zu erheblichen Verlusten geführt, mit Tausenden toten Wildvögeln und der Keulung von 40.000 Hühnern. Die Wiederkehr des Virus H5N1 in einem Betrieb im Kyffhäuserland zeigt, dass die Gefahr trotz früherer Maßnahmen nicht gebannt ist.
Die Allgemeinverfügung des Landratsamts sieht strenge Kontrollen und Beschränkungen für den Transport von Geflügel und Eiern innerhalb der Überwachungszone vor. Landwirte und Tierhalter sind aufgefordert, erhöhte Biosicherheitsmaßnahmen zu ergreifen, um ihre Bestände zu schützen. Experten warnen vor den wirtschaftlichen Folgen für die lokale Geflügelwirtschaft, die bereits unter den vorherigen Ausbrüchen gelitten hat.
Die Situation wird von den Veterinärbehörden eng überwacht, um eine Ausbreitung auf weitere Betriebe oder Wildvogelpopulationen zu verhindern. Die betroffenen Tiere werden unter strengen Auflagen entsorgt, um Umweltrisiken zu minimieren. Die Rückkehr der Geflügelpest in den Kyffhäuserkreis unterstreicht die Notwendigkeit nachhaltiger Strategien zur Bekämpfung von Tierseuchen in landwirtschaftlichen Regionen.



