Vogelgrippe-Ausbruch im Weltvogelpark Walsrode: Dutzende Vögel betroffen
Im weltweit größten Vogelpark in Walsrode sind unter der Woche mehrere Vögel an der Vogelgrippe gestorben. Der Weltvogelpark bleibt vorübergehend geschlossen, während umfangreiche Maßnahmen zur Eindämmung der Tierseuche ergriffen werden. Nach Angaben des Landkreises Heidekreis wurden bei fünf plötzlich verendeten Enten und Gänsen das Virus nachgewiesen.
Umfangreiche Maßnahmen zur Seuchenbekämpfung
Alle Vögel aus der betroffenen Meeresvögel-Voliere, in der mehr als 50 Tiere lebten, wurden untersucht und positiv auf die Vogelgrippe getestet. Diese Tiere müssen nun getötet werden. Zuvor gab es die Hoffnung, nicht infizierte Vögel durch Quarantäne retten zu können, doch alle Tiere des Geheges erwiesen sich als infiziert.
Das Gehege muss komplett geräumt, gesäubert und desinfiziert werden. Laut einer Sprecherin des Vogelparks ist die Reinigung sehr aufwendig: „Rund zehn Zentimeter vom Boden müssen abgetragen werden, und das Gehege muss 21 Tage lang leer stehen“, erklärte sie. Diese Maßnahmen sind notwendig, um eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern.
Ursache und Auswirkungen auf den Park
Nach bisherigen Erkenntnissen wurde die Vogelgrippe wahrscheinlich durch Wildvögel übertragen. Ein infizierter Wildvogel könnte über das Gehege geflogen sein und Kot fallen gelassen haben, wodurch sich die Vögel im Park infizierten. Der Landkreis Heidekreis bestätigte diese Theorie.
Für die restlichen rund 600 Vogelarten im Park gibt es jedoch Grund zur Zuversicht. Wegen eines früheren Vogelgrippe-Falls in der Umgebung waren die meisten Tiere vorsorglich in Ställen oder speziell geschützten Außenlagen untergebracht, die keinen Kontakt mit Wildvögeln ermöglichen. Tests an Tieren in umliegenden Gehegen fielen negativ aus, und seit Montag wurden keine weiteren Fälle festgestellt.
„Wichtig ist, dass wir die empfohlenen Maßnahmen konsequent umsetzen, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern“, betonte eine Vogelpark-Sprecherin. Die Zusammenarbeit mit dem Veterinäramt sei vertrauensvoll. Zur Früherkennung werden Kot-Proben von vielen Tieren genommen, und Tierpfleger müssen strenge Hygiene-Regeln einhalten.
Auswirkungen auf Besucher und wirtschaftliche Folgen
Der Weltvogelpark bleibt an diesem und dem folgenden Wochenende geschlossen. Im Winter ist der Park nur an Wochenenden geöffnet. „Aktuell hoffen wir, regulär in die Hauptsaison am 14. März starten zu können“, teilte die Sprecherin mit. Der wirtschaftliche Schaden für den Tierpark ist noch unklar, aber die Sorge vor weiteren Verlusten ist groß.
Der Weltvogelpark in Walsrode gilt als der größte Vogelpark der Welt und zählt zu den zehn artenreichsten Zoos der Erde. Der aktuelle Ausbruch der Vogelgrippe unterstreicht die Herausforderungen, die solche Einrichtungen im Umgang mit Tierseuchen bewältigen müssen.



