Alon Meyer (52), Präsident von Makkabi Deutschland und des TuS Makkabi Frankfurt e. V., wurde am Dienstag mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet. Die Bundesrepublik Deutschland würdigt damit seinen außergewöhnlichen Einsatz gegen Antisemitismus sowie sein langjähriges Engagement für die Förderung und Sichtbarkeit jüdischen Lebens in Deutschland.
Hessens Ministerpräsident würdigt Meyers Wirken
Übergeben wurde die Auszeichnung durch Boris Rhein (54), Hessens Ministerpräsident. Beim Festakt lobte Rhein: „Alon Meyer ist ein unermüdlicher Kämpfer für Toleranz und Zusammenhalt und für eine starke Demokratie. Er beweist immer wieder, dass Sport Nähe schafft und dass Begegnung das beste Mittel gegen Vorurteile ist. Alon Meyer hat dem jüdischen Sport vor allem in Deutschland Sichtbarkeit, eine starke Stimme und neues Selbstbewusstsein gegeben.“
Neuer Campus als Ort der Begegnung
Meyer selbst zeigte sich überrascht von der Ehrung. Gegenüber BILD sagte er: „Ich habe am Anfang gar nicht realisiert, was das bedeutet.“ Für ihn sei die Auszeichnung ein Ansporn: „Dass die Arbeit gesehen wird. Dass ein Kapitulieren nicht infrage kommen sollte.“ Der neue Campus des TuS Makkabi in Frankfurt soll ein Ort der Begegnung und Bildung werden. Gleichzeitig erinnert die Anlage daran, dass jüdisches Leben in Deutschland besonderen Schutz braucht. Besucher passieren Sicherheitsschleusen. Meyer betont: „Wir müssen erkennen, dass wir ein jüdischer Verein sind und der Sicherheit der Mitglieder gerecht werden.“



