Meloni: Keine Gefahr für Zusammenarbeit mit USA trotz Trump-Streit
Meloni: Keine Gefahr für Zusammenarbeit mit USA

Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni sieht trotz des jüngsten öffentlichen Streits mit US-Präsident Donald Trump keine Gefahr für die Zusammenarbeit zwischen Italien und den USA. Die Beziehungen beider Länder beruhten auf einer „so langen und soliden Geschichte“, dass sie nicht durch „eine Diskussion in den sozialen Medien“ infrage gestellt würden, sagte die rechte Regierungschefin bei einer Veranstaltung der Zeitung „La Verità“ in Rom.

Hintergrund des Streits: Trumps Behauptung über ein Foto

Auslöser der Spannungen war Trumps Behauptung, Meloni habe ihn beim jüngsten G7-Gipfel im französischen Évian um ein Foto angebettelt. Sie habe ihm leidgetan. Meloni wies dies scharf zurück und bezeichnete die Darstellung als „völlig erfunden“. In einem weiteren Schlagabtausch in den sozialen Medien stellte sie Trump erneut zur Rede. Trotz dieser Eskalation kündigte Meloni nun an, den Zwist nicht weiter anzuheizen: „Ich denke, dass unsere bilaterale Zusammenarbeit mit den USA wieder zur Normalität zurückkehren sollte.“

Meloni betont Kontinuität der italienischen Außenpolitik

Die Ministerpräsidentin unterstrich, dass Italien seine außenpolitische Ausrichtung nicht ändern werde: „Die italienische Außenpolitik wird dieselbe bleiben wie in den letzten 80 Jahren. Die festen Beziehungen mit den USA und der EU aufrechtzuerhalten, denn darauf beruht die Stärke des Westens.“ Abgesehen von dem jüngsten Zwist sei die Zusammenarbeit beider Länder in den vergangenen Wochen und Monaten gut verlaufen, erklärte sie.

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Vorgeschichte: Trumps Papst-Kritik belastete das Verhältnis

Allerdings hatte das zuvor gute Verhältnis bereits vor dem Foto-Streit gelitten. Trump kritisierte Meloni im April scharf, nachdem sie dessen verbale Attacken gegen den Papst als „inakzeptabel“ bezeichnet hatte. Der aktuelle Konflikt zeigt, wie fragil die Beziehungen zwischen den beiden Regierungschefs sind, die sich ideologisch nahestehen. Meloni betonte jedoch, dass die Zusammenarbeit auf institutioneller Ebene stabil bleibe.

Ausblick: Deeskalation im Fokus

Meloni signalisiert nun Deeskalation, um die transatlantischen Beziehungen nicht zu gefährden. Die italienische Regierung setzt darauf, den Streit als Einzelfall zu betrachten und die strategische Partnerschaft mit den USA fortzusetzen. Beobachter werten dies als pragmatischen Schritt, um wirtschaftliche und sicherheitspolitische Interessen nicht zu beeinträchtigen.

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