Bayreuth – Sie ist 20 Kilo leichter und voller Vorfreude auf ihre große Premiere. Gabriela Scherer (45) steht am 26. Juli bei der BILD-Liveübertragung von Richard Wagners „Rienzi“ als Irene auf der Bühne. Exklusiv bei BILD verrät sie, warum sie abnehmen musste und erzählt die romantische Liebesgeschichte mit ihrem Mann, Bariton Michael Volle (66).
Warum Gabriela Scherer abnehmen musste
Die Mutter von zwei Kindern ist vor der Premiere so fit wie lange nicht. „Bei Frauen verändern sich ab einem gewissen Alter die Hormone. Gleichzeitig stand ich unter großem Druck, meine Karriere aufzubauen und eine gute Mutter zu sein. Beidem gleichzeitig gerecht zu werden, war teilweise schier unmöglich“, sagt Scherer. „Das hat sich leider sehr auf meine Gesundheit und meinen Stoffwechsel ausgewirkt.“
Zunächst setzte die Sängerin auf eine ketogene Ernährung, bei der auf Pasta, Brot, Reis und Kartoffeln verzichtet wird. Erlaubt sind hingegen Fisch, Fleisch, Eier und ein paar Gemüsesorten. „Leider hat es meiner Gesundheit eher geschadet“, so die Sopranistin. „Ich habe dann radikal angefangen, Kalorien zu zählen.“ Begleitet von einer Ärztin und viel Bewegung habe sie ihr Ziel erreicht. „Ich bin sehr froh, dass es mir heute deutlich besser geht.“
Die Liebesgeschichte mit Michael Volle
Seit fast 20 Jahren ist Scherer mit Bariton Michael Volle (66) verheiratet. Verliebt hatten sie sich bei Verdis „Falstaff“ in Baden-Baden. „Er startete damals gerade seine große internationale Karriere, und ich kam frisch aus dem Opernstudio“, erinnert sich die Schweizerin. Der Start war nicht immer einfach. „Plötzlich nur noch als ,Frau von‘ gesehen zu werden.“ Heute sei das längst kein Thema mehr.
Beide profitieren voneinander. „Wir setzen uns, wenn möglich, gegenseitig in die Proben und geben uns Feedback. Das ist unglaublich wertvoll“, erzählt der Opern-Star. Noch wichtiger seien der Sängerin aber ihre Kinder. „Sie sind jeden Tag unser Hauptthema und die größte Freude in unserem Leben.“
Vorfreude auf die „Rienzi“-Premiere
Viele BILDplus-Abonnenten werden mit der Live-Übertragung zum ersten Mal eine Wagner-Oper erleben. Für Scherer ist „Rienzi“ dafür genau die richtige Wahl. „Die Musik ist einfach grandios – ein einzigartiges Erlebnis. In ,Rienzi‘ bekommt man wirklich ein Feuerwerk nach dem anderen zu hören, musikalisch ebenso wie emotional: von größter Verzweiflung über Wut bis hin zu Momenten der Freude.“ Die Schweizerin ist überzeugt: „Rienzi“ sei „absolut spannend, um sich Richard Wagner zu nähern“.
Wenn am 26. Juli nach der „Rienzi“-Premiere der letzte Vorhang fällt, wünscht sich Scherer vor allem einen Moment. „Wenn ich während der Vorstellung das Gefühl hatte, vollkommen mit der Musik, dem Orchester und meinen Kollegen zusammenzuschwingen, dann war es für mich ein ganz besonderer und gelungener Abend.“



