Der argentinische Fußballverband (Afa) hat Medienberichte scharf zurückgewiesen, wonach Verbandspräsident Claudio Tapia und Schatzmeister Pablo Toviggino nach dem WM-Finale in den USA festgehalten worden seien. In einer offiziellen Stellungnahme bezeichnete die Afa die Berichte als „falsch“ und betonte, dass gegen die beiden Funktionäre keine persönlichen Maßnahmen ergriffen worden seien.
Hintergrund der Vorwürfe
Laut Medienberichten sollen Tapia und Toviggino auf der Heimreise nach der Niederlage im WM-Finale gegen Spanien am New Yorker John-F.-Kennedy-Flughafen gestoppt worden sein. Dabei sollen sie etwa 30 Minuten lang in einem Bus auf dem Rollfeld befragt und ihre elektronischen Geräte beschlagnahmt worden sein. Die Afa stellte jedoch klar, dass ein Bezirksgericht in Florida lediglich eine Vorladung gegen „eine dritte Partei“ ausgesprochen habe. Um wen es sich dabei handelt, wurde nicht näher erläutert.
Stellungnahme des Verbands
„Es ist absolut falsch zu behaupten, dass Claudio Tapia oder Pablo Toviggino von der US-Justiz zur Aussage vorgeladen worden seien. Ebenso falsch ist die Behauptung, dass ihre Mobiltelefone oder andere elektronische Geräte beschlagnahmt worden seien“, hieß es in der Stellungnahme. Der Verband betonte, dass die Maßnahmen des Bezirksgerichts kein persönliches Erscheinen anordnen, keine verfahrensrechtlichen Verpflichtungen auferlegen und keine Beschlagnahme von Eigentum der Funktionäre vorsehen. Die Afa kritisierte zudem die Verbreitung ungenauer oder bewusst verzerrter Informationen.
Ermittlungen in Argentinien
In Argentinien wird gegen den Fußballverband unter anderem wegen mutmaßlich verspätet abgeführter Steuern und Sozialabgaben ermittelt. Tapia war deshalb im März vor Gericht erschienen. Eine weitere Untersuchung konzentriert sich auf den Vorwurf der Geldwäsche. Die Port Authority von New York und New Jersey verwies die Nachrichtenagentur Reuters an das FBI, das sich zu den Vorfällen nicht äußerte.
Mögliche Auswirkungen
Unruhe könnte im Verband aufkommen, falls Lionel Messis Zeit im Nationaltrikot endet. Spekulationen über einen Rücktritt des Superstars halten an. Die Afa bemüht sich derweil, die Glaubwürdigkeit der Führungsspitze zu wahren.



