Victor Willis, der Frontmann der legendären Disco-Band Village People, ist tot. Er starb am Dienstag, den 30. Juni, nach kurzer, aber schwerer Krankheit im Alter von 75 Jahren. Seine Frau Karen bestätigte die Nachricht auf Facebook und bat um Privatsphäre.
Willis war die treibende Kraft hinter den Village People
Willis stammte aus Dallas, Texas, und wurde mit der Band weltberühmt. Er war eine der prägenden Stimmen der Disco-Ära und spielte eine zentrale Rolle bei der Entstehung zeitloser Hits wie „Y.M.C.A.“, „Macho Man“, „In The Navy“ und „Go West“. Diese Songs wuchsen über ihre Disco-Wurzeln hinaus und wurden zu festen Bestandteilen von Sportveranstaltungen, politischen Kampagnen und der Popkultur weltweit. Die Band verkaufte mehr als 100 Millionen Platten.
Konflikte und späte Erfolge
Anfang der 1980er Jahre kam es zu Spannungen zwischen Willis und seinen Bandkollegen, vor allem wegen seiner Drogenprobleme. Später sicherte sich Willis die Rechte am Bandnamen, schmiss seine Kollegen raus und ließ sie ersetzen. In den letzten Jahren erlebte „Y.M.C.A.“ eine Renaissance, nachdem US-Präsident Donald Trump den Song bei seinen Veranstaltungen nutzte und dazu tanzte. Willis hatte zunächst versucht, die Nutzung juristisch zu verbieten, lenkte aber Ende 2024 ein. Er schrieb an seine Fans: „Unser Song Y.M.C.A. ist eine globale Hymne, die hoffentlich dazu beiträgt, das Land nach einem turbulenten und gespaltenen Wahlkampf, in dem unser bevorzugter Kandidat verloren hat, zusammenzubringen.“ Willis gab an, seit Trumps Tanzeinlagen „Millionen eingenommen“ zu haben.
Die Band trauert
Auch die Village People meldeten sich auf Facebook zu Wort: „Mit tiefer Trauer geben wir den Tod von VICTOR WILLIS, dem Leadsänger der Village People, bekannt.“ Willis hinterlässt seine Frau Karen und eine große musikalische Erbschaft.



