Die Schriftstellerin Christine Wunnicke erhält den Georg-Büchner-Preis 2026. Die renommierte Auszeichnung wird jährlich von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung vergeben. Die Akademie gab die Entscheidung am heutigen Dienstag in Darmstadt bekannt.
Wunnickes literarisches Schaffen
Christine Wunnicke, geboren 1966 in München, ist eine vielseitige Autorin von Romanen, Erzählungen und Übersetzungen. Sie studierte Slawistik und Anglistik und arbeitete als Lektorin und Übersetzerin. Ihr Debütroman „Die Hundsspur“ erschien 2004. Bekannt wurde sie unter anderem durch ihren Roman „Die Dame mit der bemalten Hand“ (2010) und „Die Kunst der Bestimmung“ (2015). Für ihre Werke erhielt sie bereits mehrere Auszeichnungen, darunter den Friedrich-Hölderlin-Preis.
Bedeutung des Georg-Büchner-Preises
Der Georg-Büchner-Preis gilt als einer der wichtigsten Literaturpreise im deutschsprachigen Raum. Er wird seit 1923 verliehen und ist mit 50.000 Euro dotiert. Frühere Preisträger sind unter anderem Elfriede Jelinek, Peter Handke und Durs Grünbein. Die Verleihung findet traditionell im Herbst in Darmstadt statt.
Reaktionen auf die Preisvergabe
Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung würdigte Wunnicke als „eine der eigenwilligsten und sprachmächtigsten Erzählerinnen der Gegenwartsliteratur“. In der Begründung heißt es weiter: „Ihre Werke bestechen durch eine einzigartige Verbindung von historischer Genauigkeit und poetischer Fantasie.“ Die Autorin selbst zeigte sich in einer ersten Stellungnahme überrascht und erfreut über die Auszeichnung.



