BTS-Fieber in München: Fans zahlen Tausende Euro für Konzert
BTS-Fieber in München: Fans zahlen Tausende Euro

Das erste BTS-Konzert in München nach mehrjähriger Pause versetzt die Stadt in einen Ausnahmezustand. Schon Stunden vor dem Konzertbeginn strömen Zehntausende Fans zur Allianz Arena. Die Bahnhöfe sind voller junger Menschen mit lila Fanartikeln, Hotels melden Rekordauslastung, und auf den Straßen wird plötzlich Koreanisch gesprochen. Die sieben südkoreanischen Musiker sorgen für einen Hype, wie ihn zuletzt höchstens Taylor Swift ausgelöst hat.

Hohe Preise für Hotels und Tickets

Wer kurzfristig nach München zum BTS-Konzert reisen wollte, musste tief in die Tasche greifen. Eine Stichprobe auf Booking.com zeigt: Für eine Nacht im Sofitel Munich Bayerpost wurden am Konzertwochenende bis zu 2652 Euro verlangt. Im Rosewood Munich kostete ein Zimmer 1971 Euro. Auch die Tickets waren alles andere als günstig. Regulär lagen sie zwischen rund 90 und 280 Euro. Für VIP-Soundcheck-Pakete wurden teilweise 780 Euro verlangt. Auf dem Schwarzmarkt werden einzelne Plätze inzwischen sogar für mehrere Tausend Euro angeboten.

„Wir haben 1500 Euro für drei Tickets bezahlt“, erzählen Morena (23), Rosalinda (28) und Aurora (18) aus Köln. Sie hatten ursprünglich ein Hotelzimmer für 282 Euro gebucht, stornierten es jedoch. „Unsere Eltern haben uns hergebracht und holen uns heute Nacht wieder ab“, erklären sie. Auch die Ukrainerinnen Halina (29) und Darina (23) reisten extra aus Polen nach München. „Wir haben sogar ein bisschen Koreanisch gelernt“, sagen die beiden lachend. Rund 400 Euro kosteten ihre Tickets. Julia (21) und Rachel (23) aus der Nähe von Koblenz nahmen den Zug nach München, zahlten 800 Euro für ihr Hotel und jeweils 400 Euro für die Eintrittskarten.

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BTS: Ein weltweites Phänomen

Für viele Außenstehende ist der Hype kaum zu verstehen. Doch BTS ist längst weit mehr als eine Boyband. Die sieben Musiker gelten als das erfolgreichste K-Pop-Phänomen der Welt. Über 100 Millionen Fans gehören zur sogenannten ARMY. Den Durchbruch schaffte BTS 2017. Die Band setzte früh auf YouTube und Social Media. Millionen Fans verfolgten das Leben der Musiker nahezu täglich. Dazu kamen Songs über Selbstzweifel, Leistungsdruck, Freundschaft und Hoffnung – Themen, mit denen sich viele junge Menschen identifizieren.

Militärdienst schickte BTS in die Zwangspause

Weil in Südkorea für Männer Wehrpflicht gilt, mussten die sieben BTS-Mitglieder nacheinander ihren Militärdienst absolvieren. Die Band legte deshalb eine rund vierjährige Zwangspause ein. Für viele Fans ist das Münchner Konzert deshalb weit mehr als nur ein Musikabend. Es ist das Wiedersehen mit der Band, die sie seit ihrer Jugend begleitet.

Münchner Polizei erwartet friedlichen Verlauf

Auch die Münchner Sicherheitskräfte haben sich auf das Mega-Event gut vorbereitet. Eine Polizeisprecherin sagt zu BILD: „Das Konzert war natürlich ein Thema bei uns. Wir erwarten einen friedlichen Verlauf. Das Einzige, was uns ein bisschen Bauchschmerzen bereiten könnte, wäre die Verkehrssituation. Vermutlich werden viele Fans mit dem Pkw anreisen, da kann es schnell zu Staus kommen.“

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