ZDF-Komödie „Plötzlich Schwester“: Doppelleben und Hochzeitschaos
„Plötzlich Schwester“: Doppelleben und Hochzeitschaos

Die ZDF-Komödie „Plötzlich Schwester“ zeigt, was passiert, wenn ein Doppelleben auffliegt und zwei völlig unterschiedliche Familien aufeinandertreffen. Mit Humor und pointierten Dialegen eskaliert der Gegensatz zwischen der spießigen Familie Giesinger und der esoterischen Familie Koslowski.

Doppelleben des Vaters bringt Chaos

Gerd war ein „Arschloch, Wichser, Hurensohn“ – darin sind sich beide Familien einig. Zu seiner Trauerfeier erscheinen zwei Töchter und ihre Mütter, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Die mustergültige, adrett gekleidete Vorzeigefamilie Giesinger wusste nichts vom Doppelleben des Vaters, während die Koslowskis – eine esoterische Frau und ihre prollige Tochter – schon länger Bescheid wussten. Beide Töchter heißen Sandra, damit der Vater sich nicht verplappern konnte. Fortan wird die eine Sandy genannt.

Hochzeitsplanung gerät außer Kontrolle

Die spießige Sandra (Klara Lange) arbeitet in der Versicherungsbranche und plant ihre Hochzeit, doch der Tod des Vaters fällt mitten in die Vorbereitungen. Sie hat keine Trauzeugin, und Sandy (Cosima Henman) bietet sich an – mit katastrophalen Folgen. Das Brautkleid brennt, ein Stripper-Einsatz führt zu einem Gipsarm, und die Hochzeit droht zu scheitern.

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Pointierte Dialoge und Schlagabtausche

Das Drehbuch von Svenja Ingwersen und die Regie von Tine Rogoll sorgen für kurzweilige Unterhaltung. Andrea Sawatzki als Monika Giesinger liefert sich mit Anita Vulesica als Gabi Koslowski ein Duell. „Erst nimmt sie sich meinen Mann – und jetzt auch noch meine Würstchen im Schlafrock“, sagt Monika beim Leichenschmaus. Gabi tauscht kurzerhand Gerds Asche gegen ihr Thunfisch-Sandwich aus und nistet sich mit Sandy im Wohnmobil der Giesingers ein.

Streit ums Erbe mit harten Bandagen

„Wir müssen die nerven, bis sie mit uns übers Erbe reden“, sagt Gabi. Monika greift zum Golfschläger, und die Frauen spucken sich ins Essen oder tunken Zahnbürsten ins Klowasser. Sawatzki spielt ihre Rolle mit Verve: „Das Schöne an Komödien ist, dass sie das Leben auf ironische Weise reflektieren“, sagt sie laut Presseheft. „Manchmal findet man sich selbst in einem der Protagonisten wieder.“

Happy End am Flughafen Köln-Bonn

Trotz aller Turbulenzen endet der Film mit einem Happy End am Flughafen Köln-Bonn, das Potenzial für eine Fortsetzung bietet. „Du klingst wie ein Meerschweinchen mit Asthma, wenn du stöhnst“, lautet eine der letzten Zeilen. Der 90-Minüter ist ab 13. Juli in der ZDF-Mediathek verfügbar und läuft am 6. August um 20.15 Uhr im Fernsehen.

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