Die sechsteilige Thriller-Serie „Prisoner – Auf der Flucht“ startet am 19. Juni in der ARD Mediathek und ab 24. Juni im Ersten. Die Handlung dreht sich um eine ungewöhnliche Partnerschaft: Eine junge Justizbeamtin und ein ehemaliger Auftragskiller sind mit Handschellen aneinander gekettet und müssen gemeinsam vor einem skrupellosen Verbrechersyndikat fliehen.
Die Ausgangssituation
Die Justizbeamtin Amber Todd (Izuka Hoyle, bekannt aus „The Outrun“) ist sichtlich nervös, als sie mit ihrem Kollegen Joe Sutherland einen Gefangenentransport durchführen soll. Was die beiden zunächst nicht wissen: Der Mann, den sie aus einem grauen Haus in der englischen Einöde ins Londoner Gericht Old Bailey bringen sollen, ist der Schwerstkriminelle Tibor Stone (Tahar Rahim, „Der Mauretanier“). Kurz nach der Übergabe kommt es zur Tragödie, und Amber muss fortan an Tibors Seite um ihr Leben kämpfen.
Die Handlung
Tibor, ein eiskaltes Ex-Mitglied des Syndikats „Pegasus“, soll als Kronzeuge gegen seine früheren Verbündeten aussagen. Amber, eine prinzipientreue Justizbeamtin, wird unversehens zu seiner Begleiterin. Gemeinsam versuchen sie, den Häschern von „Pegasus“ zu entkommen. Die Serie zeigt einen gnadenlosen Kampf ums Überleben, bei dem Amber ihre moralischen Grundsätze immer wieder infrage stellen muss.
Die Gegenspielerin
Eine besondere Rolle spielt die Auftragskillerin Nina Drâgus, gespielt von Leonie Benesch („Lehrerzimmer“, „Babylon Berlin“). Sie wurde einst von Tibor selbst zur Mörderin ausgebildet, bevor sie sich zerstritten. Nun setzt sie alles daran, ihr ehemaliges Idol und Amber zu finden. „Du siehst scheiße aus“, begrüßt sie ihren früheren Mentor emotionslos.
Inszenierung und Besonderheiten
Die ersten drei Folgen inszenierte der Brite Otto Bathurst („Robin Hood“), die weiteren drei die deutsche Krimi-Regisseurin Pia Strietmann („Herrhausen – Der Herr des Geldes“, „Tatort“). Die Serie besticht durch ein bekanntes Erzählmuster – die Flucht eines Ex-Verbrechers –, erhält jedoch durch die ungewöhnliche Dynamik der aneinandergeketteten Hauptfiguren einen besonderen Twist. Die Zuschauer erleben blutige und brutale Szenen, etwa wenn Tibor mit einem Teelöffel bewaffnet mehrere Angreifer tötet, während Amber nur hilflos zusehen kann.
Moralische Fragen
„Prisoner“ beschränkt sich nicht auf Action, sondern wirft auch moralische und politische Fragen auf. Amber, die zu Hause einen Freund und ein Baby hat, muss entscheiden, wie weit sie für das Richtige gehen will. In philosophischen Gesprächen mit Tibor, der Dutzende Menschenleben auf dem Gewissen hat, wird sie immer wieder mit ihren Prinzipien konfrontiert. „Also, woher hast du diesen ausgeprägten moralischen Kompass?“, fragt Tibor sie. „Du meinst den, der mich nur ungern Menschen mit meinen bloßen Händen töten lässt?“, entgegnet Amber trocken.
Ermittlungen und Justizskandal
Während Amber und Tibor fliehen, droht den Ermittlern ohne ihren Kronzeugen ein Scheitern des Prozesses gegen „Pegasus“-Anführer Harrison Dempsey (Brían F. O'Byrne). Innerhalb der fiktiven National Crime Unit (NCU) gibt es zudem Hinweise auf einen Justizskandal, denn nicht alle scheinen am gleichen Strang zu ziehen – und „Pegasus“ ist näher, als man denkt.
Die Serie ist eine britische Produktion in Koproduktion mit der ARD Degeto Film. Sie ist ab 19. Juni in der ARD Mediathek verfügbar und wird ab 24. Juni auf Das Erste ausgestrahlt.



