Roxette sagt USA-Tour ab: Enttäuschung bei Fans und Band
Roxette sagt USA-Tour ab: Enttäuschung bei Fans

Die aktuelle Roxette-Besetzung um Per Gessle und Lena Philipsson muss einen herben Rückschlag hinnehmen: Die für den Herbst geplante Nordamerika-Tour wurde abgesagt. Der Veranstalter Live Nation begründete die Entscheidung mit logistischen Problemen und explodierenden Tourneekosten. Auf Instagram teilte die Band mit, dass die Nordamerika-Termine „verschoben“ seien – ein Ausweichdatum gibt es jedoch nicht. Das Roxette-Team hofft, die Fans zu einem späteren Zeitpunkt begrüßen zu können.

Enttäuschung bei Per Gessle

Per Gessle, der nach dem Tod von Marie Fredriksson (2019) mit der schwedischen Sängerin Lena Philipsson weitermacht, meldete sich persönlich zu Wort. In einem mit „/ P“ gekennzeichneten Instagram-Post schrieb er: „Lena, die Band und ich sind natürlich enttäuscht. Wir haben uns sehr auf die Nordamerika-Tour gefreut.“ Besonders bitter: „Die USA sind mit Abstand unser größter Streaming-Markt“, so Gessle. Dennoch ließen sich hohe Abrufzahlen nicht automatisch in Ticketverkäufe ummünzen. Die Entscheidung zur Absage sei von Live Nation getroffen worden, „wahrscheinlich auf der Grundlage ihrer eigenen Berechnungen“. Er hoffe, bald in den USA und Kanada auftreten zu können.

Hintergrund: Die Rückkehr von Roxette

Nach dem Tod von Marie Fredriksson im Jahr 2019 pausierte Roxette zunächst. 2025 holte Gessle Lena Philipsson als neue Frontfrau an Bord. Die „40th Anniversary Tour“ startete erfolgreich in Europa, unter anderem mit Konzerten in Deutschland. Am 28. Juli spielen sie in Bremen, am 30. Juli in Schwetzingen und am 3. August in Bonn – diese Termine finden wie geplant statt. Gessle hatte in einem Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ im November 2025 erklärt: „Wie Sie wissen, hörten wir 2016 mit Roxette auf, und drei Jahre später starb Marie. Ich wusste lange nicht, wie ich damit umgehen sollte. Irgendwie vermisste ich es aber, all die Roxette-Songs zu spielen, die ja ein bedeutender Teil meines Lebens sind.“ Vereinzelt habe er die Songs gespielt, „aber eben nicht in Roxette-Manier, weil niemand singen kann wie Marie. Es fühlte sich einfach nicht richtig an.“ Erst im Studio kam die Idee, Philipsson zu fragen.

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Auswirkungen und Reaktionen

Die Absage der Nordamerika-Tour ist ein herber Schlag für die Fans in den USA und Kanada. Viele hatten sich auf ein Wiedersehen mit der Band gefreut, die seit Jahrzehnten Hits wie „It Must Have Been Love“ und „The Look“ feiert. Branchenkenner vermuten, dass die gestiegenen Kosten für Transport, Unterkunft und Personal sowie möglicherweise schwache Ticketvorverkäufe die Entscheidung beeinflusst haben. Live Nation selbst äußerte sich bislang nicht detailliert zu den Gründen. Roxette bleibt vorerst auf den europäischen Markt konzentriert. Gessle betonte, man wolle die Fans in Nordamerika „zu einem späteren Zeitpunkt“ besuchen – ein konkreter Plan steht jedoch nicht fest.

Zukunft der Band

Trotz der Absage zeigt sich die Band kämpferisch. Die deutschen Konzerte sind bereits ausverkauft oder gut gebucht. Gessle und Philipsson genießen laut eigener Aussage die Live-Auftritte und das Feedback der Fans. Ob und wann eine Nordamerika-Tour nachgeholt wird, bleibt offen. Die kommenden Monate werden zeigen, ob Roxette die logistischen Hürden überwinden kann. Eines ist sicher: Die Musik von Roxette lebt weiter – ob auf der Bühne oder in den Streams der Fans.

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