Vermögen optimal aufteilen: Wohnung, Gold, ETFs – was rät ein Honorarberater?
Vermögen aufteilen: Tipps eines Honorarberaters

Stellen Sie sich vor, Sie hätten richtig viel Geld – plötzlich erben oder gewinnen. Die Frage drängt: Wohin damit? Wohnung, Ferienhaus, Gold, ETFs – die Auswahl ist groß. Der Honorarberater Nikolaus Braun gibt in einer SPIEGEL-Kolumne seine Empfehlung zur optimalen Aufteilung eines Vermögens.

Die Grundregel der Diversifikation

Braun betont, dass eine breite Streuung das A und O ist. Niemand sollte alles auf eine Karte setzen. Stattdessen rät er zu einer Mischung aus verschiedenen Anlageklassen, um Risiken zu minimieren und gleichzeitig Chancen zu nutzen. Sein Ansatz: Je nach Lebenssituation und Risikobereitschaft kann die Gewichtung variieren.

Immobilien als Stabilitätsanker

Eine selbst genutzte Wohnung oder ein Ferienhaus bieten nicht nur ein Dach über dem Kopf, sondern auch Wertstabilität. Braun empfiehlt, maximal ein Drittel des Vermögens in Immobilien zu stecken. Der Vorteil: Sie schützen vor Inflation und generieren Mieteinnahmen. Allerdings sind sie illiquide und mit Nebenkosten verbunden.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Gold als Krisenschutz

Gold gilt seit jeher als sicherer Hafen. Der Honorarberater rät zu einem Anteil von fünf bis zehn Prozent des Portfolios. Edelmetalle reagieren oft gegenläufig zu Aktienmärkten und bieten so einen Ausgleich. Wichtig: Physisches Gold in Form von Münzen oder Barren bevorzugen, nicht Zertifikate.

ETFs für langfristiges Wachstum

Der Großteil des Vermögens sollte laut Braun in breit gestreute ETFs fließen, insbesondere auf den MSCI World oder den FTSE All-World. Diese bilden die globale Wirtschaft ab und bieten bei niedrigen Kosten einen soliden Vermögensaufbau. Er empfiehlt einen Anteil von 50 bis 60 Prozent, abhängig vom Anlagehorizont.

Liquidität und Sicherheit nicht vergessen

Ein Teil des Geldes bleibt auf dem Tagesgeldkonto, um für unvorhergesehene Ausgaben gerüstet zu sein. Braun rät zu einem Notgroschen von drei bis sechs Monatsausgaben. Der Rest kann langfristig angelegt werden. Zudem sollten Anleger regelmäßig ihr Portfolio überprüfen und bei Bedarf umschichten.

Der Honorarberater warnt vor zu viel Risiko: „Ein Vermögen kann auch Stress bereiten, wenn die Verteilung nicht zu Ihrer Persönlichkeit passt.“ Sein Fazit: Mit einer klugen Mischung aus Immobilien, Gold und ETFs können Sie Ihr Vermögen optimal für die Zukunft positionieren.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration