Berlin. Über 1000 Künstler präsentieren am Wochenende ihre Werke in Ateliers, Spätis und anderen ungewöhnlichen Orten in Neukölln. Das Festival „48 Stunden Neukölln“ verwandelt den Bezirk in eine riesige Kunstbühne.
Späti als Galerie: Kunst im Alltag
Im Späti „Rixdorfer Getränke“ am Karl-Marx-Platz ist die Werkreihe „Dans tes reves“ von Sanaa Goldie zu sehen. „Der Späti ist ein Ort der Begegnung, perfekt für Kunst, die den Alltag durchbricht“, erklärt die Künstlerin. Das Festival nutzt ungewöhnliche Locations, um Kunst für alle zugänglich zu machen.
Zahlen und Teilnehmer
Mehr als 1000 Künstler aus aller Welt beteiligen sich an dem Event. Die Besucher erwartet ein vielfältiges Programm aus Malerei, Installationen, Performance und Musik. „48 Stunden Neukölln“ ist eines der größten Kunstfestivals Berlins und lockt jährlich zehntausende Besucher an.
Programm und Höhepunkte
Neben dem Späti werden auch leerstehende Geschäfte, Hinterhöfe und Wohnungen zu Kunsträumen. Die Künstler öffnen ihre Ateliers für das Publikum. „Wir wollen Kunst aus dem Elfenbeinturm holen“, sagt Festivalleiterin Anna Müller. Die Besucher können die Künstler direkt treffen und mit ihnen ins Gespräch kommen.
Kunst für alle: Inklusion und Teilhabe
Das Festival legt Wert auf Barrierefreiheit. Viele Orte sind rollstuhlgerecht zugänglich, und es gibt Führungen in einfacher Sprache. „Kunst soll niemanden ausschließen“, betont Müller. Das Festivalteam arbeitet eng mit lokalen Initiativen zusammen, um alle Bevölkerungsgruppen zu erreichen.
Ausblick und Bedeutung
„48 Stunden Neukölln“ hat sich als feste Größe im Berliner Kulturkalender etabliert. Es zeigt, wie Kunst den öffentlichen Raum erobern und Gemeinschaft stiften kann. Das Festival endet am Sonntagabend, viele Werke bleiben jedoch dauerhaft in den Locations sichtbar. „Die Späti-Kunst bleibt hoffentlich noch lange“, wünscht sich Goldie.



