Die irische Schauspielerin Brenda Fricker, die einem Millionenpublikum als gutherzige Taubenlady aus dem Film „Kevin – Allein in New York“ bekannt ist, ist tot. Sie starb im Alter von 81 Jahren, wie ihr Agent der britischen Nachrichtenagentur PA und dem irischen Sender RTÉ mitteilte.
Oscar-Gewinnerin und erste irische Preisträgerin
1990 gewann Fricker den Oscar als beste Nebendarstellerin für ihre Rolle in dem Drama „Mein linker Fuß“. Sie war die erste irische Schauspielerin, die diese Auszeichnung erhielt. In ihrer Dankesrede widmete sie den Preis „allen Menschen in Irland“, wie RTÉ am Freitag in Erinnerung rief. Die „Irish Times“ bezeichnete sie als eine der „angesehensten Schauspielerinnen ihrer Generation“.
Berühmt als Taubenlady in Kevin – Allein in New York
Besonders in Deutschland wurde Fricker durch ihre Nebenrolle im zweiten Teil der Kevin-Filmreihe unvergessen. Der von Macaulay Culkin gespielte Kevin begegnet der mutmaßlich obdachlosen Taubenlady im Park – zunächst ein Schreckmoment, doch die beiden werden Freunde. Diese Rolle prägte das Bild der Schauspielerin in der deutschen Öffentlichkeit.
Späte Jahre und Ehrungen
Zuletzt hatte Fricker ihre Memoiren mit dem Titel „She Died Young“ veröffentlicht. Anfang des Jahres kündigte die Stadt Dublin an, ihr die Auszeichnung „Freedom of the City of Dublin“ zu verleihen. Mit ihrem Tod verliert Irland eine herausragende Künstlerin, die sowohl auf der Bühne als auch vor der Kamera bleibende Eindrücke hinterließ.



