Das internationale Literaturfestival Berlin (ilb) lockt in diesem Jahr mit einer Reihe hochkarätiger Autoren. Nobelpreisträgerin Han Kang aus Südkorea, der US-Amerikaner Dave Eggers und der schottische Autor Douglas Stuart werden vom 3. bis 12. September in der Hauptstadt erwartet. Festivalleiterin Lavinia Frey präsentierte am Montag das Programm und betonte: „Wir bringen die Lesenden und die Schreibenden zusammen.“ Im Vorjahr zog das Festival rund 25.000 Besucher an.
Eröffnungsrede von Jeet Thayil – Boualem Sansal spricht
Die Eröffnungsrede hält der indische Dichter Jeet Thayil. Zudem wird der algerische Autor Boualem Sansal erwartet, der 2011 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels erhielt und zuletzt in Algerien inhaftiert war. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier setzte sich für Sansals Begnadigung ein. Sansal wird beim Festival sprechen.
Han Kang stellt neues Buch vor – musikalische Begleitung durch Philharmoniker
Han Kang, die 2024 den Literaturnobelpreis gewann, wird ihr aktuelles Buch „Der goldene Faden“ präsentieren. Die Berliner Philharmoniker gestalten den Abend musikalisch, Schauspielerin Martina Gedeck liest Auszüge aus dem Werk. Das Festival bietet zudem Begegnungen zwischen Christian Kracht und Katie Kitamura, die über ihre Werke „Air“ beziehungsweise „Die Probe“ diskutieren. Auch Kinderbuchautorin Cornelia Funke und Historiker Christopher Clark sind angekündigt.
Debattenkultur im Fokus – Frauke Brosius-Gersdorf diskutiert
Eine Diskussionsrunde widmet sich der „Lage der Debattenkultur in Deutschland“. Teilnehmen wird die Potsdamer Juraprofessorin Frauke Brosius-Gersdorf, deren Wahl zur Bundesverfassungsrichterin im Sommer 2025 scheiterte. Sie kündigte an, darüber ein Buch zu schreiben. Das Festival verspricht ein vielfältiges Programm, das Lesende und Schreibende zusammenbringt.



