„Bares für Rares“: Insektenbrosche für 4.700 Euro versteigert
Insektenbrosche bei „Bares für Rares“ für 4.700 Euro verkauft

Eine außergewöhnliche Insektenbrosche hat in der heutigen Folge von „Bares für Rares“ für eine Überraschung gesorgt: Das Schmuckstück aus den 1950er-Jahren wurde für 4.700 Euro versteigert – mehr als doppelt so viel wie der vom Verkäufer gewünschte Betrag von 2.000 Euro und deutlich über der Expertenschätzung von 2.500 bis 3.000 Euro.

Die Brosche: Ein Kunstwerk mit Geschichte

Rentner Roland aus Wilstedt im Landkreis Rotenburg (Wümme) brachte die Brosche zu Horst Lichter. Sie stammt von seiner verstorbenen Frau, die sie von einer in München lebenden Tante geerbt hatte. Angeblich soll sie vom Münchner Juwelier Hemmerle gefertigt worden sein, was sich jedoch nicht belegen lässt.

Die Brosche zeigt ein Insekt, dessen Art nicht eindeutig zu bestimmen ist. Der Körper besteht aus einer großen Mabé-Perle (Blisterperle), die am Rand der Austernschale gezüchtet wurde, wie Expertin Wendela Horz (56) erklärte. Die Goldfassung ist detailreich gearbeitet und mit Smaragd-Cabochons als Augen, einem größeren Diamanten von knapp unter 0,5 Karat sowie weiteren Diamanten mit einem Gesamtgewicht von rund zwei Karat besetzt. Ein kleines, älteres Blütenelement mit Altschliff- und Rosenschliff-Diamanten aus dem 19. Jahrhundert wurde gestalterisch integriert. Der Zustand der Brosche ist sehr gut, lediglich die Emaille-Streifen weisen kleinere Beschädigungen auf.

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Vom Wunschpreis zum Bieterwettstreit

Der Verkäufer erhoffte sich 2.000 Euro für das Erinnerungsstück. Expertin Horz bezifferte allein den Goldwert auf rund 1.400 Euro und schätzte den Gesamtwert auf 2.500 bis 3.000 Euro. Im Händlerraum entfaltete die Brosche ihre volle Wirkung: Die Händler zeigten sich sofort begeistert von der außergewöhnlichen Gestaltung und Qualität. Der Bieterwettstreit startete bei 1.500 Euro und steigerte sich schnell auf 4.700 Euro – ein Ergebnis, das alle Erwartungen übertraf.

Weitere Raritäten der Sendung

Neben der Insektenbrosche wurden am 8. Juli 2026 weitere Objekte angeboten:

  • Kinetische „Three Man Clock“ (1970er/1980er): Eine elektrisch betriebene Messing-Uhr mit drei beweglichen Figuren, geschätzt auf 350 bis 450 Euro.
  • Karlsruher Majolika-Wandteller (1920er/1930er): Mit stilisiertem Vogelmotiv von Gustav Philipp Heinkel, Schätzung 100 bis 150 Euro.
  • Michelin-Männchen (1966): Werbefigur mit originalem Halter für Lkw, Schätzung 80 bis 120 Euro.
  • Bronzeplastik „Athlet auf Pferd“ (1900 bis 1910): Von Julius Paul Schmidt-Felling, auf Natursteinsockel, Schätzung 800 bis 950 Euro.

Ob und zu welchen Preisen diese Stücke verkauft wurden, zeigt die heutige Folge von „Bares für Rares“ im ZDF.

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