Kinostarts der Woche: Nolans „Odyssee“ und weitere Filmhighlights
Kinostarts: Nolans „Odyssee“ und weitere Filme

Christopher Nolans monumentale Verfilmung des Homer-Epos „Die Odyssee“ feiert diese Woche Premiere und lockt mit einem Staraufgebot ins Kino. Doch auch andere Filme bieten cineastische Reisen: Nach Nordspanien, in die Welt der Insekten oder in die Abgründe des deutschen TV-Humors.

„Die Odyssee“: Nolans Epos mit Matt Damon und Zendaya

Christopher Nolan präsentiert seine Interpretation der über 3000 Jahre alten Odyssee als Sommer-Blockbuster. Mit Matt Damon als Odysseus, Robert Pattinson, Tom Holland und Zendaya in den Hauptrollen setzt der Regisseur auf großes Kino. Gedreht im Imax-Format an Originalschauplätzen, erzählt der Film die Irrfahrt in Episoden: Kämpfe mit dem Zyklopen Polyphem, die Begegnung mit Circe (Samantha Morton) und der Aufenthalt bei Kalypso (Charlize Theron).

Die nichtlineare Struktur erweist sich jedoch als Schwäche. Erst in der letzten Stunde, wenn Odysseus als Bettler verkleidet seinen Thron zurückfordert – gegen einen verschlagenen Robert Pattinson –, entfaltet der Film seine volle Kraft. „Christopher Nolan hat sein Ziel erreicht: Er hat sich, gleich neben Homer, in den westlichen Kanon eingeschrieben“, schreibt Kritiker Andreas Busche.

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„So klingt das Leben“: Spanische Tragikomödie

Der Film von ? (Regisseur nicht genannt) spielt in einem nordspanischen Fischerdorf, zwei Jahre nach einem Schiffsunglück, bei dem sieben Männer starben. Carmen, die ihren Mann verlor, ist nun mit dessen bestem Freund Luis liiert, einem Überlebenden. Ihre Tochter, eine talentierte Musikerin, hat ihre Lebenspläne aufgegeben. Als Luis ein Musikensemble wiederbeleben will, stellt sich die Frage: Darf das Leben weitergehen? „Trauerarbeit mit Dudelsack vor Küstenlandschaft – súper!“, lobt Antje Scherer.

„Ninja Motherf*cking Destruction“: Authentisches Coming-of-Age

Regisseurin Lotta Schwerk drehte über acht Jahre hinweg eine Langzeitstudie über das Erwachsenwerden. Die Protagonistin Leonie (Emma-Katharina Suthe) erlebt erste Liebe, Freundschaft und Herausforderungen. Der fragmentarische Stil wirkt wie „Zeitkapseln“, so Schwerk, und bietet einen intimen Einblick in die Jugend der nahen Vergangenheit.

„We’ll Find Happiness“: Flucht und Identität

Léa Pools Film erzählt die Geschichte von Reza, der im Iran wegen Homosexualität verfolgt wird und nach Kanada flieht. Rückblenden zeigen seine Flucht über Europa und die Beziehung zu Saad. Doch die Bedrohung durch Abschiebung und verdrängte Geheimnisse überschatten das Glück. „Durchwachsene Schauspielleistungen und das konservative Drehbuch lassen die empathische Mission scheitern“, kritisiert Ingolf Patz.

„Was haben wir gelacht“: Dokumentation über deutschen Männerhumor

Der Dokumentarfilm von Eva Müller und Isabel Schneider beleuchtet die Anfänge deutscher Humorpionierinnen wie Maren Kroymann und Hella von Sinnen. Archivmaterial aus den 1990er- und 2000er-Jahren zeigt reaktionäre Witze auf Kosten von Minderheiten. „Ein Gruselkabinett des Männerhumors“, urteilt Gunda Bartels.

„Insekten – Helden im Verborgenen“: Naturdoku

Nepomuk Pfaffs Dokumentation nimmt die Zuschauer mit auf eine Reise durch 480 Millionen Jahre Insektenevolution. Erzählt von Katharina Thalbach, zeigt der Film die Bedeutung von Insekten für Ökosysteme und stellt nachhaltige Landwirte vor. „Ein bisschen Biologieunterricht, ein bisschen Ethikkunde, das kann nie schaden“, so Markus Ehrenberg.

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