Am Sonntagmorgen versammelten sich Dutzende Fans vor dem Berliner Wachsfigurenkabinett Madame Tussauds, um die Enthüllung der neuen Figuren von Bill und Tom Kaulitz zu verfolgen. Gegen 10.30 Uhr präsentierten die 36-jährigen Zwillinge, bekannt als Musiker von Tokio Hotel, ihre detailgetreuen Doppelgänger. Sie untersuchten die Figuren eingehend: Sie strichen ihnen durchs Haar, fassten ihnen ins Gesicht und prüften die Nachbildungen ihrer Tätowierungen. Bill öffnete sogar den Overall seiner Wachsfigur, um das Brusttattoo zu kontrollieren.
„Ich habe natürlich gehofft, vielleicht geht die ein oder andere Falte mal weg, aber es sind alle da. Sie sehen genau aus wie wir“, scherzte Tom Kaulitz. Sein Bruder Bill ergänzte: „Es ist auch ein bisschen gruselig. Wenn man sich selber so anguckt und jedes Detail sieht, ist das schon komisch.“
„Wir sind jetzt Berliner“ – zumindest symbolisch
In einem kurzen Interview mit dem Tagesspiegel sagte Bill: „Wir sind jetzt Berliner.“ Allerdings stellte er klar, dass die Brüder nie in der Hauptstadt gelebt haben. Tom führte aus: „Berlin ist unser Band-Zuhause. Wir kommen immer hierher, um uns auf Touren vorzubereiten und mit der Band im Studio zu sein. Mit unseren Wachsfiguren sind wir jetzt permanent hier.“
Die Figuren tragen die Outfits, die Bill und Tom beim Jubiläumskonzert „20 Jahre durch den Monsun“ im August 2025 in der Berliner Wuhlheide trugen. Bill ist in einem rot-schwarzen Overall mit silbern funkelnden Elementen zu sehen, Tom trägt ein schwarzes Achselshirt mit der Aufschrift „Durch den Monsun“ – jenem Song, der Tokio Hotel 2005 den Durchbruch bescherte.
Hotelprojekt in Berlin: Fortschritte, aber noch geheim
Nicht nur ihre Wachsfiguren sollen dauerhaft in Berlin bleiben. Seit Monaten arbeiten die Brüder an ihrem Traum, ein eigenes Hotel zu eröffnen. In ihrem Podcast „Kaulitz Hills – Senf aus Hollywood“ machten sie ihre Pläne bereits öffentlich. Es soll ein Boutique-Hotel mit Grand-Hotel-Service werden – ein Haus, in dem sie selbst am liebsten einchecken würden. Als Wunschstandort nannten sie Berlin-Mitte und riefen Hörer dazu auf, geeignete Immobilien vorzuschlagen.
Auf Nachfrage des Tagesspiegels wollten die Brüder den aktuellen Stand nicht verraten, bestätigten aber, dass das Projekt voranschreitet. „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, aber das ist natürlich ein langes Projekt“, sagte Bill. Tom ergänzte: „Das Ganze steckt noch in den Kinderschuhen. Es gibt Neuigkeiten, aber die dürfen wir noch nicht verraten.“
Aus Insiderkreisen heißt es, die Pläne würden mit großer Ernsthaftigkeit verfolgt, der konkrete Standort werde jedoch bewusst geheim gehalten. Nach Informationen des Tagesspiegels interessierte sich Bill Kaulitz zwischenzeitlich auch für den Berliner Fichtebunker. Das habe jedoch nichts mit dem Hotelprojekt zu tun. „Da sind Wohnungen drauf, da habe ich mir eine angeschaut und ich war in Gespräche involviert, was mit dem Bunker passiert. Da soll aber nicht das Hotel reinkommen“, sagte Bill. Eines steht für die Brüder bereits fest: Ihr Hotel wird nicht „Tokio Hotel“ heißen.
Weitere Projekte: Podcast, Netflix und Synchronsprecher
Neben dem Hotelprojekt bleiben Bill und Tom auch musikalisch und medial präsent. In ihrem Podcast sprechen sie regelmäßig über ihr Leben in Los Angeles. Am 23. Juli startet eine neue Staffel ihrer Netflix-Serie „Kaulitz & Kaulitz“. Außerdem sind sie derzeit mit Sprecherrollen im deutschen Animationsfilm „Minions & Monster“ im Kino zu hören.



