Beastie Boys Mike D: „Auch ich habe arrogantes Verhalten der Regierung erlebt“
Mike D: „Auch ich habe arrogantes Verhalten der Regierung erlebt“

Nach mehr als zehn Jahren meldet sich Mike D, ehemaliges Mitglied der legendären Hip-Hop-Band Beastie Boys, mit neuer Musik zurück. Im Gespräch mit dem Tagesspiegel erklärte der Musiker, dass ihn vor allem der beunruhigende Zustand der Welt zu seinem Comeback bewegt habe. „Ich habe das Gefühl, dass die Welt gerade in einer sehr schwierigen Phase steckt, und das hat mich künstlerisch herausgefordert“, sagte er.

Gemeinsamkeiten mit Donald Trump

Auf die Frage nach einer überraschenden Gemeinsamkeit mit dem ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump räumte Mike D ein: „Ja, so ungern ich es zugebe: Trump ist zwar ein unbeliebter New Yorker, aber er ist einer.“ Sowohl die Beastie Boys als auch Trump seien Symbole für das New York der 1980er-Jahre – die Band für die aufkeimende Hip-Hop-Kultur, Trump für den Immobilienboom. „Auch ich habe schon das arrogante Verhalten der Regierung erlebt“, fügte er hinzu.

Pop gegen Populismus?

Mike D äußerte sich skeptisch, ob Popmusik wirksam gegen den weltweit erstarkenden Populismus eingesetzt werden könne. „Ich glaube nicht, dass Musik allein die Politik verändern kann, aber sie kann zum Nachdenken anregen und Menschen zusammenbringen“, so der 57-Jährige. Seine neuen Songs thematisieren gesellschaftliche Spannungen, ohne dabei belehrend zu wirken.

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Das Interview ist exklusiv im Tagesspiegel erschienen und nur für Abonnenten zugänglich (Paywall). Mike D kündigte zudem eine Tournee an, die ihn auch nach Deutschland führen soll.

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