Die Brandenburgischen Sommerkonzerte locken den Dirigenten Kazuki Yamada in die Prignitz. Der designierte Chef des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin (DSO) gastierte mit dem Ensemble und der Saxophonistin Asya Fateyeva in einer Scheune in Groß Pankow. Das Konzert war Teil der Reihe, die klassische Musik in ländliche Regionen Brandenburgs bringt.
Ein musikalisches Highlight in dünn besiedelter Region
Die Prignitz ist die am dünnsten besiedelte Region Deutschlands. 140 Kilometer trennen Groß Pankow von Berlin, 170 Kilometer von Hamburg. Doch genau hier, zwischen Feldern und Wiesen, erklang Tschaikowskys Schicksalssinfonie. Die 500 Einwohner des Ortes sowie die Storchenfamilie hinter der Scheune ließen sich von den Klängen nicht stören. Im Gegenteil: Sie strömten in Scharen zu dem Konzert.
Kazuki Yamada und Asya Fateyeva begeistern das Publikum
Kazuki Yamada, der ab der Saison 2025/26 die künstlerische Leitung des DSO übernimmt, dirigierte das Orchester mit gewohntem Elan. An seiner Seite: Asya Fateyeva, eine der gefragtesten Saxophonistinnen ihrer Generation. Gemeinsam interpretierten sie Mozarts Sinfonia concertante in einer Bearbeitung für Saxophon und Orchester. Das Publikum war begeistert und belohnte die Darbietung mit lang anhaltendem Applaus.
„Es ist etwas Besonderes, hier in der Prignitz zu spielen“, sagte Yamada nach dem Konzert. „Die Nähe zum Publikum und die besondere Atmosphäre in der Scheune machen jedes Konzert zu einem einzigartigen Erlebnis.“ Auch Fateyeva zeigte sich angetan: „Die Akustik ist überraschend gut, und die Menschen sind so herzlich. Das ist ein Fest für die Sinne.“
Brandenburgische Sommerkonzerte: Kultur auf dem Land
Die Brandenburgischen Sommerkonzerte finden seit 1991 statt und bringen jedes Jahr internationale Künstler in die ländlichen Regionen des Bundeslandes. Die Konzerte finden an ungewöhnlichen Orten statt: in Scheunen, Kirchen oder Schlössern. Ziel ist es, klassische Musik für alle zugänglich zu machen und die kulturelle Vielfalt Brandenburgs zu fördern. In diesem Jahr stehen rund 30 Konzerte auf dem Programm, die von Mai bis September stattfinden.
Die Veranstaltung in Groß Pankow war eines der Highlights der Saison. Rund 300 Besucher kamen, um das DSO und Asya Fateyeva zu erleben. Viele waren extra aus Berlin und Hamburg angereist. „Ich bin extra wegen Yamada gekommen“, sagte eine Besucherin. „Ich wollte hören, was er mit dem DSO vorhat. Es war großartig.“



