Die irische Schauspielerin Brenda Fricker, die einem Millionenpublikum als geheimnisvolle „Taubenlady“ aus dem Film „Kevin – Allein in New York“ (1992) in Erinnerung geblieben ist, ist tot. Sie starb im Alter von 81 Jahren. Ihr Agent bestätigte ihren Tod gegenüber der britischen Nachrichtenagentur PA und dem irischen Sender RTÉ.
Von der „Taubenlady“ zur Oscar-Preisträgerin
Fricker spielte in dem Weihnachtsklassiker eine obdachlose Frau, die im Central Park Tauben füttert. Die Begegnung mit dem kleinen Kevin (Macaulay Culkin) beginnt für diesen mit einem Schreck, doch die beiden werden Freunde. Diese kleine Nebenrolle machte sie weltweit bekannt. Doch ihr größter Erfolg war der Oscar für die beste Nebendarstellerin im Jahr 1990 für ihre Rolle in dem Drama „Mein linker Fuß“ an der Seite von Daniel Day-Lewis. Sie war die erste irische Schauspielerin, die diese Auszeichnung erhielt.
Rückzug aus dem Schauspielgeschäft
In ihrer Heimat Irland galt Fricker laut der „Irish Times“ als eine der angesehensten Schauspielerinnen ihrer Generation. 2014 gab sie ihren Rückzug aus dem Schauspielgeschäft bekannt. Sie wolle ihren Ruhestand genießen, die Schauspielerei sei ihr zu anstrengend geworden. Zuletzt veröffentlichte sie ihre Memoiren mit dem Titel „She Died Young“. Anfang des Jahres hatte die Stadt Dublin angekündigt, ihr die Auszeichnung „Freedom of the City of Dublin“ zu verleihen.
Der Sender RTÉ erinnerte an ihre Dankesrede nach dem Oscar-Gewinn, in der sie die Auszeichnung „allen Menschen in Irland“ widmete. Brenda Fricker hinterlässt ein beeindruckendes filmisches Erbe, das weit über ihre Rolle als „Taubenlady“ hinausreicht.



