Popup-Freibad an der Volksbühne: Kulturprogramm und Schwimmspaß
Popup-Freibad Volksbühne mit Kulturprogramm

Ab dem 7. August 2026 bietet die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin-Mitte ein besonderes Sommerangebot: Auf dem Vorplatz entsteht ein öffentliches Freibad, das bis zum 1. Oktober 2026 kostenlos genutzt werden kann. Die Konstruktion aus Holz, Plastik und Stahlrohren wurde von Bühnenbildner Simeon Melchior entworfen und umfasst eine 25-Meter-Schwimmbahn sowie eine Pommesbude. Das Projekt erstreckt sich über acht Wochen und wird nach dem Ende abgebaut; die Einzelteile sollen dann im Sinne der Nachhaltigkeit für Bühnenbilder weiterverwendet werden.

Warum das Bad auf dem Vorplatz?

Da der reguläre Theaterbetrieb im Haus aufgrund technischer Arbeiten erst im Oktober startet, wird der Vorplatz in dieser Zeit bespielt. Die Idee zum Volksbad entstand aus dem Theaterstück „Ophelia’s Got Talent“ von Florentina Holzinger, das den Pool als Ort des Austauschs nutzt. Wie die Volksbühne mitteilt, dient das Bad als gesellschaftliche Intervention im öffentlichen Raum, um Themen wie den Verfall öffentlicher Infrastruktur und Barrieren beim Zugang zu Freibädern zu diskutieren.

Kostenlose Angebote und inklusive Badetage

Das Bad ist nicht nur zum Schwimmen da. Es gibt kostenlose Schwimmkurse für Kinder, die von Ensemblemitgliedern und Schwimmbadfans des Hauses mitgestaltet werden. Zudem sind spezielle Badetage für verschiedene Communities geplant, um das Bad als inklusiven Treffpunkt für die Nachbarschaft zu etablieren. Laut Veranstalter werden diese Formate von einem Diskurs- und Vermittlungsprogramm begleitet, das den Austausch über gesellschaftliche Themen fördert.

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Künstlerischer Höhepunkt zum Saisonende

Zum Ende der Badesaison wird die Regisseurin Florentina Holzinger mit ihrem Team am Becken erwartet. Ihre gefeierte Wasser-Inszenierung „Ophelia’s Got Talent“ (2022) diente als Inspiration für das gesamte Projekt und wird den künstlerischen Abschluss bilden. Holzinger, die für ihre Arbeiten mehrfach ausgezeichnet wurde – unter anderem mit dem NESTROY-Preis und dem FAUST-Preis –, wird gemeinsam mit Marlene Monteiro Freitas im Spätsommer ihre Arbeit im neuen Artistic Board der Volksbühne aufnehmen.

Hintergrund: Die Macher des Volksbads

Matthias Lilienthal, der das Volksbad-Projekt begleitet, blickt auf eine lange Karriere zurück: Er begann als Dramaturg am Theater Basel, war Chefdramaturg und stellvertretender Intendant der Volksbühne, leitete das HAU Hebbel am Ufer und die Münchner Kammerspiele, die unter seiner Leitung mehrfach zum „Theater des Jahres“ gewählt wurden. Florentina Holzinger, eine österreichische Choreografin, studierte an der School for New Dance Development in Amsterdam und wurde für ihre Arbeiten international gefeiert; sie wird Österreich bei der 61. Biennale Arte 2026 vertreten.

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