Gedenkstätte Lindenstraße in Potsdam erreicht Besucherrekord
Gedenkstätte Lindenstraße in Potsdam erreicht Besucherrekord

Die Gedenkstätte Lindenstraße in Potsdam hat im Jahr 2025 mit rund 21.500 Besucherinnen und Besuchern einen neuen Publikumsrekord erzielt. Dies gab die Gedenkstättenleiterin Maria Schultz bekannt. Die Stiftung zieht eine positive Bilanz und betont, dass sie sich nach den schwierigen Corona-Jahren durch verschiedene Maßnahmen gut erholt habe.

Über 8.500 Schülerinnen und Schüler nahmen an Führungen, Zeitzeugengesprächen oder anderen Bildungsveranstaltungen teil. Zudem wurden 4.500 Exemplare der Graphic Novel „Grenzlinien – Auswege aus der DDR“ in dritter Auflage kostenfrei an Schulklassen verteilt.

In diesem Jahr erscheint eine zweite Graphic Novel mit dem Titel „Unvergessen – Geschichten nationalistischer Verfolgung aus Potsdam“, die ebenfalls kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Das Buch porträtiert sechs Menschen, die während der NS-Zeit verfolgt wurden. Lehrkräfte können Exemplare für den Unterricht bestellen.

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Ein weiteres Projekt namens „Wir anderen – gesellschaftliche Vielfalt in der SED-Diktatur“ startet. Es befasst sich mit den Lebensrealitäten queerer Menschen, Repressionserfahrungen von Migrantinnen und Migranten sowie den Möglichkeiten und Grenzen jüdischen Lebens in der SED-Diktatur. Junge Erwachsene zwischen 18 und 27 Jahren werden zu diesen Themen ausgebildet, um ihr Wissen später in Workshops oder Projektwochen an Jugendliche weiterzugeben.

Das Gebäude der Stiftung Gedenkstätte Lindenstraße diente von 1933 bis 1945 als NS-Gefängnis und von 1952 bis 1989 als Stasi-Untersuchungsgefängnis. Nach der Wende wurde es zu einem Ort des demokratischen Austauschs. Seit 1995 ist es eine Gedenkstätte, die im vergangenen Jahr ihr 30-jähriges Bestehen feierte.

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