Deutsche Oper Berlin: „Zar und Zimmermann“-Premiere mit kurzfristiger Besetzung
Premiere von „Zar und Zimmermann“ an der Deutschen Oper

Nach Jahrzehnten der Abstinenz ist Albert Lortzings berühmtestes Werk „Zar und Zimmermann“ wieder auf der Bühne der Deutschen Oper Berlin zu sehen. Die Premiere am Samstagabend stand unter keinem guten Stern: Mehrere Krankheitsfälle hatten die Produktion gefährdet. Doch dann kam Daniel Schmutzhard als Retter aus der Reserve – der Sänger reiste kurzfristig an und übernahm eine Hauptrolle.

Ein Gamechanger aus der Reserve

Schmutzhards Einwechslung gab der Aufführung den entscheidenden Kick. Der österreichische Bariton sprang für erkrankte Kollegen ein und sorgte dafür, dass die Premiere stattfinden konnte. Das Publikum reagierte begeistert auf seine Leistung. Die Deutsche Oper zeigte sich erleichtert, dass die lang geplante Wiederbelebung des Werkes nicht ins Wasser fiel.

Rückkehr nach Jahrzehnten

„Zar und Zimmermann“ war jahrzehntelang nicht mehr an der Deutschen Oper zu sehen. Die komische Oper von Albert Lortzing aus dem Jahr 1837 erzählt die Geschichte des russischen Zaren Peter des Großen, der inkognito als Zimmermann in den Niederlanden arbeitet. Die Inszenierung von Regisseur Tobias Kratzer versucht, den Klassiker in die Gegenwart zu holen und mit modernen Elementen zu versehen.

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Die musikalische Leitung lag bei Dirigent Daniel Cohen, der das Orchester souverän durch die Partitur führte. Die Bühnenbilder von Rainer Sellmaier und die Kostüme von Susanne Hubrich schufen eine farbenfrohe Welt, die das Publikum in die Handlung eintauchen ließ.

Erfolg oder Misserfolg?

Die Frage, ob die Reanimation des Werkes ein Erfolg war, lässt sich nicht eindeutig beantworten. Die Premiere erhielt gemischte Kritiken. Während einige Zuschauer die moderne Interpretation lobten, bemängelten andere eine fehlende Leichtigkeit. „Die Inszenierung ist mutig, aber nicht immer stimmig“, kommentierte ein Opernkenner nach der Vorstellung. Dennoch war die Atmosphäre im Haus positiv, und der lang anhaltende Applaus am Ende zeigte, dass das Publikum den Abend insgesamt schätzte.

Die Deutsche Oper plant, „Zar und Zimmermann“ in den kommenden Wochen mehrfach aufzuführen. Ob die Produktion langfristig ins Repertoire aufgenommen wird, hängt von der Resonanz ab.

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