Zeitgenössische Kunst trifft auf historische Mauern: Die diesjährige Ausstellung „Rohkunstbau“ präsentiert moderne Werke im barocken Schloss Altdöbern im Landkreis Oberspreewald-Lausitz. Das Gebäude stammt aus dem 18. Jahrhundert und öffnet am Samstag, dem 13. Juni, zum 31. Mal seine Pforten. Unter dem Motto „Die Kunst des Überschreitens“ sind vor allem Installationen und Skulpturen zu sehen.
Werke und Künstler
Die Künstlerin Kateřina Vincourová zeigt zwei aufblasbare Puppen mit Köpfen aus schwarzen Bällen, wobei eine auf den Füßen der anderen balanciert. Ulrich Vogl präsentiert ein selbst spielendes Klavier namens „Die launische Forelle“, ergänzt durch ein Raubkatzen-Foto und einen Fisch-Aufsteller. Von Denise Flamme stammt eine zwei Meter hohe Installation aus Latex, Metall und Gips, die in knalligen Farben an menschliche Organe erinnert.
An der Rohkunstbau 2026 beteiligen sich Künstlerinnen und Künstler aus Tschechien, Syrien, Bulgarien, den Niederlanden, Armenien, Argentinien, Israel, Belgien, Ungarn, Vietnam und Deutschland.
Der Ausstellungsort: Schloss Altdöbern
Das Schloss Altdöbern verfügt laut Deutscher Stiftung Denkmalschutz über 50 Räume und besticht durch Wandmalereien und Stuck des sächsischen Rokoko. General Alexander Dietrich von Eickstedt errichtete das heutige Schloss 1717 an der Stelle einer mittelalterlichen Wasserburg. Der große Barockgarten wurde um 1750 von Carl Heinrich von Heinicken ausgebaut, der dafür Skulpturen von Künstlern anfertigen ließ.
Ziel und Thema der Ausstellung
Die Veranstalter möchten, dass die zeitgenössischen Werke „in Dialog mit der historischen Architektur eines märkischen Schlosses“ treten und so „neue Perspektiven und Sichtweisen auf die Gegenwart“ eröffnen. Das Thema der 31. Ausgabe, „Kunst des Überschreitens“, wirft Fragen auf: Was ist das Neue? Wie gelangt es in die Welt? Bedeutet Veränderung zwangsläufig Fortschritt? Oder ist sie nur das Resultat des Überschreitens auf einen anderen Zustand hin? Kurator ist der Berliner Kulturhistoriker Christoph Tannert.
Praktische Informationen
Die Ausstellung läuft vom 13. Juni bis zum 1. November 2026. Öffnungszeiten sind freitags von 13:00 bis 18:00 Uhr sowie samstags und sonntags von 12:00 bis 18:00 Uhr. Tickets kosten 12 Euro, ermäßigt 7 Euro. Weitere Informationen finden sich auf der Website www.rohkunstbau.net.



