Staatsballett Berlin: Betörende Leichtigkeit als Hochleistungssport
Staatsballett Berlin: Leichtigkeit als Hochleistungssport

Das Staatsballett Berlin blickt auf eine fantastische Saison zurück. Mit „Wunderkammer“ von Marcos Morau und „Nurejew“ von Kirill Serebrennikow feierte es zwei umjubelte Premieren. Zum Saisonabschluss präsentiert Intendant Christian Spuck in der Staatsoper einen Doppelabend, der musikalisch und choreografisch starke Kontraste setzt.

Spucks Neuschöpfung zu John Adams

Spuck hat sein neues Ballett zu John Adams’ post-minimalistischer Komposition „Fearful Symmetries“ entworfen. Das 25-minütige Orchesterstück ist das am häufigsten choreografierte Werk des US-Amerikaners. Das ist kaum verwunderlich, denn das Stück zeichnet sich durch einen vorwärtstreibenden Puls aus. Spucks Neukreation ist als Gegenpol zu Balanchines Meisterwerk „Symphony in C“ gedacht, das überraschenderweise zum Auftakt gezeigt wird.

Betörende Leichtigkeit als Hochleistungssport

Die Tänzerinnen und Tänzer des Staatsballetts Berlin überzeugen mit technischer Perfektion und einer anmutigen Leichtigkeit, die an Hochleistungssport grenzt. Die Choreografien fordern höchste Präzision und Ausdruckskraft, was das Ensemble meisterhaft umsetzt. Das Publikum in der ausverkauften Staatsoper feierte die Darbietungen mit langanhaltendem Applaus.

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Der Doppelabend zeigt die ganze Bandbreite des Balletts: von der energiegeladenen Moderne Spucks bis zur klassischen Eleganz Balanchines. „Symphony in C“ auf die Musik von Georges Bizet ist ein Glanzstück des Neoklassizismus, das mit seiner symmetrischen Form und den virtuosen Soli begeistert. Die Kombination der beiden Werke erzeugt einen spannungsreichen Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart.

Mit diesem Abschluss unterstreicht das Staatsballett Berlin seinen Ruf als eines der führenden Ballettensembles Europas. Die Saison endet auf einem Höhepunkt, der Lust auf mehr macht. Die Zuschauer erlebten einen Abend voller Emotionen, technischer Brillanz und künstlerischer Tiefe.

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