Das Tanzfestival Moving Bodies der Oxymoron Dance Company erobert zum dritten Mal die Schiffbauergasse in Potsdam. Ab dem 11. Juli präsentiert die Company um Anja Kozik eine Woche lang die dritte Ausgabe des Festivals für Tanz am Tiefen See bei größtenteils freiem Eintritt.
Eröffnung mit „Awakening“ und Tanzbattle
Eröffnet wird die Festivalausgabe mit der Performance „Awakening“ von Choreograf und Tänzer Roman Varava am 11. Juli. An der Schwelle zwischen Bewusstsein und Unterbewusstsein entfaltet sich die Performance durch Bewegung, Klang und Licht: Körper treten darin miteinander in Verbindung und reagieren aufeinander – und auch das Publikum soll Teil des Prozesses werden, heißt es in der Ankündigung. Auch dieses Jahr ist ein Tanzbattle Teil des Programms: Dabei treten Tänzerinnen und Tänzer erst in Solo-Performances, dann in Zweier- und Dreierteams zu zufällig ausgewählten Songs gegeneinander an.
Hauptproduktion „Still More“ und Night of Short Pieces
In der Hauptproduktion „Still More“ erforscht Anja Kozik in der Waschhaus-Arena zusammen mit drei Tänzerinnen, einer Pole-Artistin, einer Schauspielerin und zwei Musikern das Gefühl von Selbstermächtigung. Ausgangspunkt für das Stück ist die Figur der Ophelia in Shakespeares Hamlet: In der Performance bricht sie allerdings aus ihrer Rolle aus, um sich selbst zu befreien. In der „Night of Short Pieces“ öffnet das Festival erneut die Bühne für junge internationale Tänzer und Choreografen, um experimentelle Ansätze und künstlerischen Austausch zu fördern. In kompakten Performances können die Nachwuchskünstlerinnen und -künstler ihre neuesten Arbeiten vorstellen.
Abschluss mit „Fragments of the Future“
Zum Abschluss des Festivals zeigt Anja Kozik mit ihrem neuen Oxymoron Dance Team eine Arbeit über menschliche Transformationsprozesse. „Fragments of the Future“ stellt die Frage, an welchem Punkt unserer Zeit wir uns befinden – um ausgehend davon neue Bilder des Miteinanders zu suchen. Über die Hälfte der Tanzstücke findet im Rahmen des Stadtwerkefests am 11. und 12. Juli statt, das dieses Jahr erstmalig in der Schiffbauergasse beheimatet ist. Kozik, künstlerische Leiterin der Tanzsparte am Waschhaus, hat das Festival erneut mit den Tänzerinnen Xenia Argyri und Veronica Lillo organisiert. Gezeigt werden sollen „vielfältige künstlerische Perspektiven und Ausdrucksformen – Begegnung, Perspektivwechsel und der Austausch unterschiedlichster Ideen“.



