Das Weltraumunternehmen Blue Origin des Amazon-Gründers Jeff Bezos hat erstmals externes Kapital eingesammelt. Wie die „New York Times“ und der Sender CNBC am Mittwoch berichteten, beteiligten sich Geldgeber mit zehn Milliarden Dollar an dem Unternehmen. Damit kommt der SpaceX-Rivale auf eine Unternehmensbewertung von 130 Milliarden Dollar.
Finanzierungsrunde mit namhaften Investoren
Der Vermögensverwalter Coatue steuert vier Milliarden Dollar zur Finanzierungsrunde bei, wie es hieß. Weitere zwei Milliarden Dollar kommen von Firmengründer Jeff Bezos selbst. Blue Origin war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.
Bislang finanzierte Bezos das im Jahr 2000 gegründete Unternehmen aus eigenen Mitteln. Es gibt keine öffentlich zugänglichen Zahlen, aber Experten schätzen die jährlichen Zuwendungen auf mehrere Milliarden Dollar. Blue Origin beschäftigt heute rund 11.000 Mitarbeiter und ist vor allem in den US-Bundesstaaten Washington, Alabama und Florida aktiv.
Rückschlag und gute Marktstimmung
Die Finanzierungsrunde erfolgt nur wenige Wochen nach einem spektakulären Rückschlag: Eine Rakete von Blue Origin war kurz nach dem Start explodiert. Dennoch nutzt Bezos die gute Stimmung, die durch den erfolgreichen Börsengang von SpaceX entstanden ist. SpaceX kommt derzeit auf eine Marktkapitalisierung von zwei Billionen Dollar und sammelte rund 86 Milliarden Dollar ein.
Mit der hohen Bewertung von 130 Milliarden Dollar positioniert sich Blue Origin als ernsthafter Konkurrent im Weltraumgeschäft. Die frischen Milliarden sollen vermutlich in die Entwicklung neuer Raketen und Technologien fließen.



