Martin Brambach, bekannt als Kriminalhauptkommissar Peter Michael Schnabel im Dresdner Tatort, hat nach einem unerwarteten Krankenhausaufenthalt sein Leben grundlegend umgekrempelt. Der 58-Jährige, der im Mai einen Auftritt in Halle an der Saale kurzfristig absagen musste, berichtet der Bild-Zeitung von einer nachhaltigen Prägung durch das Erlebnis.
Neue Sportroutine nach Schicksalsschlägen im Krankenhaus
„Während des Krankenhausaufenthalts habe ich die Schicksale anderer Menschen gesehen, die mir von ihrem Leid und vielen Operationen erzählt haben. Da habe ich gemerkt: Man ist endlich. Das hat was in mir ausgelöst“, erklärt Brambach. Seitdem steht Fitness bei ihm ganz oben. Der Schauspieler trainiert nun täglich: „Ich gehe jeden Morgen eine halbe Stunde joggen und versuche, dass ich teils schon frühmorgens unterwegs bin, wenn ich nicht zu müde bin. Danach mache ich Yoga und hundert Liegestütze.“ Zudem spielt er Tennis in einer Mannschaft und besucht regelmäßig das Fitnessstudio. Nur das Rauchen müsse er sich noch abgewöhnen.
Gesundheitlicher Zwischenfall bleibt geheim
Die genauen gesundheitlichen Probleme, die im Mai zu einem stationären Aufenthalt führten, möchte der Tatort-Kommissar nicht preisgeben. Er habe „ein bisschen Pech bei einer Routineuntersuchung“ gehabt, doch dank „toller Ärzte“ und guter Beratung sei das „relativ schnell wieder vorbeigegangen“. Aktuell geht es ihm gesundheitlich „sehr gut“. „Ich werde nächstes Jahr 60. Ich fühle mich gerade so, dass ich 80 oder 90 werden könnte“, beschreibt Brambach sein neues Körpergefühl.
Engagement gegen Tatort-Zwangspause
Seit 2016 gehört Martin Brambach zum Stammpersonal des Tatort aus Dresden. An der Seite von Cornelia Gröschel, die Kriminaloberkommissarin Leonie Winkler spielt, ermittelt er als Kriminalhauptkommissar Peter Michael Schnabel. Zuletzt setzten sich beide gegen eine geplante Zwangspause für den Tatort Dresden und den Polizeiruf 110 aus Magdeburg ein. Wegen einer angespannten finanziellen Lage will der MDR die Produktion neuer Folgen der beiden Krimireihen für drei Jahre pausieren. Die Konsequenz sei womöglich das Ende des Tatorts Dresden und des Polizeirufs aus Magdeburg, so Brambach und Gröschel. „Es wäre ein äußerst fatales politisches Signal, dass in den quotenstärksten und beliebtesten TV-Reihen im Deutschen Fernsehen der Osten Deutschlands einfach nicht mehr vorkommt“, kritisierten die Schauspieler.



