Der 3. Juli 2026 war ein besonderer Tag für Justin Gignac. Der New Yorker Künstler zog sich seinen besten Anzug an, bewaffnete sich mit Handschuhen, einem Müllbeutel und einer Greifzange und machte sich auf den Weg zum Madison Square Garden. Dort heirateten an diesem Tag die Sängerin Taylor Swift und der Footballstar Travis Kelce. Gignac war jedoch kein Gast der Hochzeit des Jahres. Stattdessen sammelte er rund um die Absperrungen des Veranstaltungsortes Abfall ein – und machte daraus ein lukratives Geschäft.
Was der Künstler fand und wie er es verkaufte
Unter den Fundstücken waren zerquetschte Dosen, Zigarettenstummel, Trinkhalme, ein linker AirPod, Deckel von Wasserflaschen, Lutscherreste, polizeiliche Absperrbänder, Besteckteile und sogar ein Ovulationstest zur Schwangerschaftsplanung. Gignac verpackte den Abfall in kleine durchsichtige Würfel und bot 50 Stück davon online zum Verkauf an – für 25 Dollar pro Stück, umgerechnet knapp 22 Euro. Innerhalb von 24 Stunden waren alle Müllwürfel verkauft, wie er später in Interviews berichtete.
Swifties als Hauptzielgruppe
Gignac betreibt bereits länger die Reihe „New York City Garbage“, mit der er immer wieder Schlagzeilen macht. Diesmal seien die Hauptkäufer vor allem Swifties gewesen, „die einfach nur ein Stück der Hochzeit besitzen wollen, auch wenn es nur einen indirekten Bezug hat“, sagte Gignac. Er betonte mehrfach, dass es sich nicht um Müll von der Hochzeit selbst handle, sondern um Abfall rund um das Veranstaltungsgelände. „Ich versuche, kulturelle Momente in New York festzuhalten, und dies schien ein bedeutender zu sein“, erklärte der Künstler. Es sei ihm darum gegangen, „eine kleine Zeitkapsel dieses Augenblicks einzufangen“.
Der Hype um die Hochzeit
Die Hochzeit von Taylor Swift und Travis Kelce am 3. Juli 2026 war ein mediales Großereignis. Minutiös geplant, lockte sie eine Handvoll Fans, wenige Demonstranten sowie Hunderte Polizisten und Reporter an. Der Madison Square Garden war tagelang Schauplatz intensiver Sicherheitsvorkehrungen und Berichterstattung. Gignacs Aktion zeigt, wie selbst Abfall in Zeiten von Hype und Promi-Kult zu begehrten Sammlerstücken werden kann.



