UdK-Festival: Sieben Flügel zwischen Klangforschung und Poesie
UdK-Festival: Sieben Flügel – Klangforschung trifft Poesie

UdK-Festival: Sieben Flügel zwischen Klangforschung und romantischer Poesie

Berlin. Matthias Spahlingers Zyklus für sieben Klaviere trifft beim Crescendo-Festival auf Chopins Préludes in großartiger Besetzung. Von Mario-Felix Vogt

02.06.2026, 14:53 Uhr

Das Crescendo-Festival an der Universität der Künste Berlin hat in diesem Jahr ein besonderes Programm zu bieten: Im Konzertsaal Hardenbergstraße erklingen sieben Flügel gleichzeitig, vereint in Matthias Spahlingers Zyklus „Farben der Frühe“. Dieses Werk, das zwischen experimenteller Klangforschung und romantischer Poesie oszilliert, wird ergänzt durch Frédéric Chopins Préludes, interpretiert von herausragenden Pianisten.

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Einzigartige Klanginstallation

Die sieben Flügel sind nicht nur Instrumente, sondern Teil einer raumgreifenden Installation. Jeder Flügel wird von einem eigenen Pianisten gespielt, wodurch ein dichtes Klanggewebe entsteht. Spahlingers Komposition erforscht die Grenzen des Möglichen, indem sie traditionelle Harmonien mit modernen Spieltechniken verbindet. Das Publikum erlebt eine Reise durch verschiedene Klangfarben, die von zarten Pianissimo-Passagen bis zu kraftvollen Fortissimo-Ausbrüchen reicht.

Romantik trifft Moderne

Die Gegenüberstellung mit Chopins Préludes, die für ihre poetische Tiefe und technische Brillanz bekannt sind, schafft einen spannenden Dialog zwischen den Epochen. Während die Romantik bei Chopin in voller Blüte steht, bricht Spahlinger mit Konventionen und erweitert das Klangspektrum des Klaviers. Die Pianisten meistern diese Herausforderung mit Bravour und lassen die Musik in ihrer ganzen Vielfalt erstrahlen.

Kritik und Begeisterung

Die Kritiken sind durchweg positiv. Gelobt wird vor allem die innovative Inszenierung, die das Konzerterlebnis zu einem visuellen und akustischen Gesamtkunstwerk macht. Einige Besucher zeigen sich jedoch überfordert von der Dichte der Klänge, doch die Mehrheit ist begeistert von der künstlerischen Kühnheit. Das Festival beweist einmal mehr, dass die UdK Berlin ein Zentrum für avantgardistische Musik ist.

Das Crescendo-Festival läuft noch bis zum 5. Juni. Karten sind an der Abendkasse erhältlich. Ein Besuch lohnt sich für alle, die offen sind für neue Hörerfahrungen und die Magie von sieben Flügeln erleben möchten.

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