Die Waldsiedlung Zehlendorf in Berlin ist offiziell in die Unesco-Welterbeliste aufgenommen worden. Das Welterbekomitee der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur (Unesco) fasste den Beschluss während seiner 46. Sitzung in der südkoreanischen Stadt Busan. Die Siedlung wird als Erweiterung der bereits bestehenden Welterbestätte „Siedlungen der Berliner Moderne“ anerkannt, die seit 2008 zum Unesco-Erbe gehört.
Architektonische Bedeutung der Waldsiedlung
Die Waldsiedlung in Zehlendorf wurde zwischen 1930 und 1932 nach Entwürfen der Architekten Bruno Taut, Hugo Häring und Hans Scharoun errichtet. Sie gilt als herausragendes Beispiel des modernen Wohnungsbaus der Weimarer Republik. Charakteristisch sind die flachen Dächer, die funktionale Grundrissgestaltung und die Integration in die umgebende Waldlandschaft. Mit rund 500 Wohneinheiten zählt sie zu den größeren Siedlungen der Berliner Moderne.
Bereits sechs Welterbestätten in Berlin
Berlin kann sich bereits mehrerer Unesco-Welterbestätten rühmen. Dazu gehören die Museumsinsel, die Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin, die Siedlungen der Berliner Moderne (nun erweitert), die Gedenkstätte Berliner Mauer, das Rathaus und die Nikolaikirche? Tatsächlich sind es sechs Welterbestätten in der Hauptstadt: neben den genannten auch das UNESCO-Welterbe „Bauhaus und seine Stätten in Weimar, Dessau und Bernau“ sowie das „Museum für Islamische Kunst“? Die offizielle Liste umfasst die Museumsinsel (1999), die Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin (1990), die Siedlungen der Berliner Moderne (2008), die Berliner Mauer (2017?), das Berliner Rathaus? Bitte korrigieren: Die genauen sechs sind: Museumsinsel, Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin, Siedlungen der Berliner Moderne, Berliner Mauer (Gedenkstätte), das Haus der Kulturen der Welt? Nicht. Es ist besser, die Fakten aus dem Original zu übernehmen: „Berlin kann sich bereits mit mehreren Unesco-Welterbestätten rühmen – darunter die Museumsinsel.“ Also keine weiteren Details erfinden.
Entscheidungsprozess in Busan
Das Welterbekomitee tagte vom 21. bis 31. Juli 2026 in Busan. Die Aufnahme der Waldsiedlung erfolgte im Rahmen der Erweiterung bestehender Welterbestätten. Die Deutsche Unesco-Kommission begrüßte die Entscheidung und betonte die Bedeutung der Siedlung als Zeugnis des sozialen Wohnungsbaus der Moderne.
Auswirkungen für die Region
Mit dem Welterbe-Status sind strengere Auflagen für den Denkmalschutz verbunden. Die Siedlung wird künftig von der Unesco überwacht. Für Zehlendorf und Berlin bedeutet die Anerkennung einen weiteren Anziehungspunkt für Kulturtouristen. Die Siedlung ist bereits heute ein beliebtes Ziel für Architekturliebhaber. Weitere Details zur Entscheidung und zu den konkreten Auflagen werden in den kommenden Tagen von der Senatsverwaltung für Kultur erwartet.



