Novoflot in der Elisabeth-Kirche: Oper im Ausnahmezustand
Novoflot in der Elisabeth-Kirche: Oper im Ausnahmezustand

Seit fast 25 Jahren mischt das Berliner Ensemble Novoflot die Opernszene mit ungewöhnlichen Eigenproduktionen auf. Dieses Wochenende gastiert die Truppe in der Elisabeth-Kirche. Ein Probenbesuch vorab gewährt Einblicke in den kreativen Prozess.

Probenbesuch vor der Erstaufführung

Der Regisseur und Mitgründer des freien Opernensembles Novoflot, Sven Holm, erzählt in einer Probenpause am Tag vor der Erstaufführung von seinem aktuellen Projekt: einer Oper, natürlich. Doch plötzlich und ohne erkennbaren Grund nennt er es eine Installation – ja, wie jetzt? Diese Verwirrung ist Teil der künstlerischen Strategie von Novoflot, die traditionelle Operngrenzen sprengt.

Ein Ensemble mit langer Tradition

Novoflot wurde vor fast 25 Jahren gegründet und hat sich seitdem einen Namen gemacht für experimentelle Opernproduktionen, die oft an ungewöhnlichen Orten stattfinden. Die Elisabeth-Kirche bietet für das aktuelle Stück eine besondere Atmosphäre, die die Inszenierung prägt. Holm betont, dass die Aufführung bewusst Elemente der Installation aufnimmt, um das Publikum herauszufordern.

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„Wir wollen keine konventionelle Oper bieten, sondern ein Erlebnis, das die Sinne öffnet“, so Holm. Die Grenzen zwischen Bühne und Zuschauerraum verschwimmen, die Musik ist mal laut, mal leise, und die Handlung bleibt oft fragmentarisch. Das Ensemble arbeitet ohne festes Haus und finanziert sich über Projektförderung.

Die aktuelle Produktion ist das Ergebnis monatelanger Proben und intensiver Zusammenarbeit zwischen Sängern, Musikern und Technikern. Die Premiere am Wochenende ist bereits ausverkauft, was die anhaltende Popularität des Ensembles zeigt.

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