Influencerin Emilie Kiser vergibt Mann nach Tod des Sohnes
Emilie Kiser vergibt Mann nach Tod des Sohnes

Trauer und Vergebung nach dem Tod des eigenen Kindes

Mehr als ein Jahr nach dem tragischen Tod ihres kleinen Sohnes Trigg (†3) bricht die Familien-Influencerin Emilie Kiser (27) in einem Interview ihr Schweigen. Im Podcast „On Purpose“ ihres Kollegen Jay Shetty (38) spricht sie über den schwersten Schicksalsschlag ihres Lebens und darüber, wie sie trotz des Verlusts weitermacht.

Trigg kam im Mai 2025 bei einem Pool-Unfall im Garten des Familienhauses ums Leben. Der Junge wurde bewusstlos aus dem Wasser gezogen und starb wenige Tage danach im Krankenhaus. Ermittler stellten später fest, dass er mehrere Minuten unbeaufsichtigt gewesen war. Gegen Vater Brady Kiser (29) wurde zeitweise eine Anklage wegen Vernachlässigung geprüft, da er statt seinen Sohn im Auge zu behalten, ein Basketballspiel angesehen hatte. Die Staatsanwaltschaft verzichtete jedoch auf ein Verfahren. Emilie Kiser schildert jetzt, wie sie ihrem Mann vergeben konnte.

Der Weg zur Vergebung

Am Anfang sei sie voller Wut gewesen und habe nicht gewusst, ob sie ihm jemals verzeihen könne. Doch ein Gedanke habe das geändert: „Ich hätte genauso gut in Bradys Position sein können.“ Dann hätte sie sich nur eines gewünscht: dass er ihr vergibt und versteht, dass sie es nie gewollt hätte. Außerdem habe Brady ihr in ihrer Trauer den Freiraum gegeben, jede Emotion zuzulassen – selbst dann, wenn sich diese gegen ihn richtete. Davor habe sie großen Respekt: „Wir haben nur uns beide, wenn es darum geht, zu verstehen, was wir durchgemacht haben – und wie sehr wir Trigg lieben und vermissen.“ Dazu habe ihnen Therapie geholfen. Inzwischen könnten sie auch gemeinsam als Paar trauern.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Täglicher Kampf zwischen Trauer und Alltag

Die Influencerin, der auf Social Media über sieben Millionen Menschen folgen, beschreibt die Zeit nach dem Unglück dennoch als täglichen Kampf. Besonders schwer sei es, gleichzeitig um Trigg zu trauern und für ihren jüngeren Sohn Teddy (1) da zu sein. Dieser wurde gerade einmal fünf Wochen vor der Tragödie geboren. „Ich muss mich immer wieder ermahnen, eine Entscheidung zu treffen“, sagt sie. Entweder könne sie sich von der Trauer zerstören lassen oder einen Weg finden, für ihre Familie weiterzuleben. Trauer und Freude gehörten für sie oft zusammen.

Trigg bleibt ein Teil der Familie

Trotzdem will Emilie Kiser über ihren Sohn, der für sie ihr „Licht“ war und ist, reden: „Ich will niemals eine Welt haben – und ich will nicht, dass Teddy in so einer Welt aufwächst –, in der dieses Thema gemieden wird.“ In ihrem Haus habe sie überall Fotos von ihm verteilt. Den Verlust, betont sie, werde sie allerdings niemals überwinden: „Der beste Platz, an dem er sein könnte, wäre hier bei uns, bei seiner Familie.“

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration