Der Oscarpreisträger Jared Leto hat neue Vorwürfe sexueller Gewalt und Belästigung entschieden zurückgewiesen. In einer schriftlichen Stellungnahme erklärte der 54-Jährige: „Ich habe nie in meinem Leben sexuelle Gewalt gegen irgendjemanden ausgeübt. Diese Anschuldigungen sind absolut und kategorisch falsch.“ Die Vorwürfe waren in einer Dokumentation des britischen Senders BBC erhoben worden, in der zehn Frauen über angebliche Vorfälle zwischen 2002 und 2016 berichten.
Die BBC-Doku mit dem Titel „Jared Leto: Hollywood's Dark Secret“ enthält erstmals öffentlich gemachte Aussagen von neun der zehn Frauen. Zwei von ihnen werfen Leto sexuelle Gewalt vor und geben an, zum Tatzeitpunkt 17 Jahre alt gewesen zu sein. Eine weitere Frau behauptet, Leto habe ihr sexuelle Gewalt angedroht, als sie 19 Jahre alt war. Eine vierte Frau beschuldigt den Schauspieler, ihr im Alter von 16 Jahren mehrfach telefonisch Sex angeboten zu haben. Vier weitere Frauen geben an, der Sänger der Rockband Thirty Seconds to Mars habe sie am Telefon sexuell belästigt.
Nicht die ersten Vorwürfe
Es ist nicht das erste Mal, dass Jared Leto mit derartigen Anschuldigungen konfrontiert wird. Bereits im Jahr 2025 hatten mehrere Frauen Vorwürfe sexuellen Fehlverhaltens gegen ihn erhoben, die er damals ebenfalls bestritt. Die aktuellen Vorwürfe decken einen Zeitraum von 14 Jahren ab, in dem Leto auf dem Höhepunkt seiner Karriere stand.
Jared Leto wurde 2014 mit dem Oscar als bester Nebendarsteller für seine Rolle in dem Film „Dallas Buyers Club“ ausgezeichnet. Aktuell ist er in dem Kinofilm „Masters of the Universe“ zu sehen. Die BBC-Dokumentation hat in Hollywood erneut eine Debatte über Machtmissbrauch und sexuelle Übergriffe in der Filmindustrie entfacht. Letos Anwälte kündigten an, rechtliche Schritte gegen die Dokumentation zu prüfen, falls die Vorwürfe nicht zurückgenommen würden.
Reaktionen aus der Branche
Mehrere Filmprojekte, an denen Leto beteiligt ist, wurden vorerst auf Eis gelegt. Produktionsfirmen, die mit dem Schauspieler zusammenarbeiten, haben sich bislang nicht öffentlich zu den Vorwürfen geäußert. Die BBC verteidigte die Dokumentation und betonte, dass alle Aussagen gründlich recherchiert und die betroffenen Frauen sorgfältig angehört worden seien.
Leto selbst zeigte sich in seiner Stellungnahme kämpferisch: „Ich werde mich gegen diese haltlosen Behauptungen zur Wehr setzen. Die Wahrheit wird sich durchsetzen.“ Die Vorwürfe haben jedoch bereits Schaden angerichtet: Fans und Aktivisten fordern auf sozialen Medien einen Boykott seiner Filme. Die Entwicklung bleibt abzuwarten, während die Justiz prüft, ob die Vorwürfe strafrechtlich relevant sind.



