Ex-„Tagesschau“-Sprecher Constantin Schreiber verlässt zum Ende des Jahres 2026 das Medienhaus Axel Springer – nach nur gut einem Jahr. Der 47-Jährige hatte seinen Job im September 2025 begonnen und berichtete zunächst aus Tel Aviv und New York über den Nahen Osten und internationale Brennpunkte. Nun sucht er neuen Herausforderungen.
Entscheidung für neue Wege
In einem Video auf Instagram und YouTube erklärte Schreiber, er habe sich schon vor einiger Zeit entschieden, künftig neue Wege zu gehen. Ein Sprecher von Axel Springer bestätigte die Personalie auf Anfrage. Schreiber sagte: „Ich werde mich zum Ende des Jahres von Axel Springer verabschieden und dann im kommenden Jahr 2027 eine neue Aufgabe annehmen.“ Unter dem Video schrieb er: „Ich glaube daran, dass Veränderung im Beruf immer gut ist, um weiter zu wachsen – unabhängig davon, wie sehr man im Job schon angekommen ist.“
Spannende Zeit in Israel
Die Zeit bei Springer bezeichnete Schreiber im Video als „sehr spannend“, insbesondere seine Zeit in Israel, als der Krieg mit dem Iran ausgebrochen war. Der Journalist hatte im September 2025 bei dem Medienkonzern angeheuert und zunächst aus Tel Aviv und New York über die Region Naher Osten sowie internationale Brennpunkte berichtet. Im April 2026 hatte das Unternehmen mitgeteilt, dass sich Schreiber künftig stärker auf Podcast-Formate konzentriere und aus familiären Gründen von Deutschland aus arbeite. Seine Stammredaktion bei Axel Springer ist „Welt“.
Kritik nach Interview mit FDP-Politikerin
Schreiber war jüngst für ein Interview nach dem islamistischen Anschlag auf den CSD in Berlin kritisiert worden. Er hatte der FDP-Politikerin Karoline Preisler eine Plattform geboten, nachdem diese einen unbeteiligten Mann fälschlicherweise als Verdächtigen identifiziert hatte. Preisler kandidiert für das Berliner Abgeordnetenhaus. Einige Journalisten-Kollegen übten daraufhin Kritik an Schreiber.
Ausblick auf neue Aufgaben
Wohin es den Moderator und Journalisten nach seinem Abschied von Springer zieht, ist noch nicht bekannt. Er kündigte lediglich an, im Jahr 2027 eine neue Aufgabe anzutreten. Die Branche blickt gespannt auf seine nächsten Schritte. Mit seiner Entscheidung setzt Schreiber ein Zeichen für berufliche Veränderung und persönliches Wachstum.



