SPIEGEL+ Paywall: Artikel nach 30 Tagen oder 10 Aufrufen gesperrt
SPIEGEL+ Paywall: Artikel nach 30 Tagen oder 10 Aufrufen gesperrt (23.06.2026)

Der Spiegel hat seine Bezahlschranke für Plus-Inhalte verschärft. Artikel, die älter als 30 Tage sind oder bereits zehn Mal geöffnet wurden, sind nun nicht mehr kostenlos abrufbar. Stattdessen werden Leser aufgefordert, ein SPIEGEL+-Abo abzuschließen, um weiterhin auf die Inhalte zugreifen zu können.

Neue Zugriffsbeschränkungen für SPIEGEL+

Laut einer Mitteilung auf der Website können Leser einen Artikel nur noch dann aufrufen, wenn er jünger als 30 Tage ist und weniger als zehn Aufrufe verzeichnet hat. Sobald eine dieser Grenzen überschritten wird, erscheint eine Paywall, die den Zugriff blockiert. Der Spiegel erklärte: „Der Link, der Ihnen geschickt wurde, ist entweder älter als 30 Tage oder der Artikel wurde bereits 10 Mal geöffnet.“

Kostenpflichtige Abo-Modelle

Um die gesperrten Artikel lesen zu können, müssen Nutzer ein SPIEGEL+-Abo abschließen. Angeboten werden verschiedene Tarife: Ein Neukunden-Angebot für 1 Euro für die ersten vier Wochen, danach 5,99 Euro pro Woche. Alternativ gibt es ein Jahresabo mit 25 Prozent Rabatt für 4,49 Euro pro Woche im ersten Jahr, danach ebenfalls 5,99 Euro pro Woche. Beide Abos beinhalten uneingeschränkten Zugriff auf alle S+-Artikel auf SPIEGEL.de und in der App, die wöchentliche digitale Ausgabe des SPIEGEL als E-Paper sowie das Digital-Archiv und den S+-Newsletter.

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Zusätzliche Optionen für Print-Abonnenten

Leser, die bereits ein Print-Abo besitzen, können einen rabattierten Digital-Zugang bestellen. Die genauen Preise werden auf der Seite dynamisch geladen. Zudem besteht die Möglichkeit, ein iTunes-Abo abzuschließen, das über den iTunes-Account abgewickelt wird und sich automatisch verlängert, sofern nicht rechtzeitig gekündigt wird.

Hintergrund der Paywall-Strategie

Der Spiegel setzt damit seine Strategie fort, hochwertige Journalismus-Inhalte hinter einer Bezahlschranke zu vermarkten. Die neuen Beschränkungen sollen offenbar verhindern, dass Artikel über längere Zeiträume kostenlos geteilt werden können, und gleichzeitig die Zahl der Abonnements erhöhen. Laut einer Analyse des Branchendienstes „Meedia“ ist der Spiegel mit dieser Taktik nicht allein: Immer mehr deutsche Medienhäuser, darunter die „Zeit“ und die „Süddeutsche Zeitung“, setzen auf ähnliche Modelle mit zeitlichen oder aufrufbasierten Limitierungen.

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