Berliner Ensemble: Intendant Reese zieht positive Bilanz vor 10. Spielzeit
Berliner Ensemble: Reese sieht Theater gut aufgestellt

Oliver Reese: „Das ist ein sensationelles Ergebnis“

Oliver Reese, Intendant des Berliner Ensembles, steht kurz vor seiner zehnten Spielzeit. Im Gespräch mit dem Leitenden Redakteur Felix Müller zieht er eine positive Bilanz. „Das ist ein sensationelles Ergebnis“, sagt Reese mit Blick auf die Entwicklung des Hauses seit seinem Amtsantritt 2017. Der gebürtige Jahrgang 1964 hat das Theater in den vergangenen Jahren geprägt und führt es nun in die nächste Saison.

Finanzielle Lage und riskante Projekte

Reese betont, dass das Berliner Ensemble finanziell solide dastehe. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen habe man die Wirtschaftlichkeit verbessern können. „Wir haben es geschafft, die Auslastung zu steigern und gleichzeitig künstlerisch ambitionierte Stücke zu realisieren“, erklärt der Intendant. Dabei seien auch riskante Projekte möglich gewesen, die ohne die Unterstützung des Ensembles nicht hätten umgesetzt werden können. „Das Publikum belohnt uns für den Mut, Neues zu wagen“, so Reese weiter.

Zusammenarbeit mit Tilda Swinton

Ein besonderes Highlight der vergangenen Spielzeiten war die Kooperation mit der international gefeierten Schauspielerin Tilda Swinton. Reese lobt die Zusammenarbeit als „außergewöhnlich bereichernd“. Swinton habe nicht nur auf der Bühne überzeugt, sondern auch Impulse für die künstlerische Entwicklung des Hauses gegeben. „Ihre Präsenz hat das Berliner Ensemble weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt gemacht“, sagt der Intendant. Details zu weiteren Projekten mit Swinton ließ Reese offen, deutete aber an, dass es in der kommenden Spielzeit erneut eine Zusammenarbeit geben könnte.

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Blick in die Zukunft

Mit Blick auf die zehnte Spielzeit zeigt sich Reese optimistisch. Das Programm sei vielfältig und biete sowohl Klassiker als auch zeitgenössische Inszenierungen. „Unser Anspruch ist es, relevant zu bleiben und gesellschaftliche Debatten aufzugreifen“, erklärt er. Das Berliner Ensemble wolle weiterhin ein Ort des Austauschs und der künstlerischen Freiheit sein. Die Vorbereitungen für die neue Saison laufen bereits auf Hochtouren.

Reese, der das Theater seit 2017 leitet, hat in seiner Amtszeit zahlreiche Veränderungen angestoßen. Dazu gehören unter anderem die Modernisierung der Spielstätte und die verstärkte Einbindung junger Regisseure. „Wir sind auf einem guten Weg, aber wir ruhen uns nicht aus“, betont der Intendant. Das sensationelle Ergebnis sei Ansporn, weiterhin ambitionierte Ziele zu verfolgen.

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