Rätselhafter Tod von 15 Elefanten im Amboseli-Nationalpark
15 Elefanten tot in Kenia: Rätsel um Todesursache

Nach dem rätselhaften Tod von 15 Elefanten in einem Nationalpark in Kenia hat der Kenya Wildlife Service eine Untersuchung eingeleitet. Die Todesfälle ereigneten sich zwischen Ende Juni und Ende Juli 2026 im Amboseli-Nationalpark und dessen Umgebung, wie die Organisation am Dienstag mitteilte.

Zehn Elefanten mit Teillähmungen

Von den 15 toten Elefanten wiesen zehn ähnliche Symptome auf, darunter eine Teillähmung. Dadurch seien die Tiere nicht mehr in der Lage gewesen, sich auf den Beinen zu halten, hieß es. Sie verendeten binnen ein bis zwei Tagen nach Auftreten der Lähmungserscheinungen. Bei den fünf weiteren Kadavern war der Verwesungsgrad bereits zu fortgeschritten oder die Tiere waren ausgeweidet, sodass eine genaue Todesursachenermittlung nicht mehr möglich war.

Auffällig ist die Zusammensetzung der verendeten Tiere: Bis auf einen männlichen Elefanten handelte es sich durchweg um weibliche Tiere oder Jungtiere, so der Kenya Wildlife Service.

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Verdacht auf giftige Substanz

Vorläufige Untersuchungen der University of Nairobi deuten bei mehreren der betroffenen Elefanten auf eine mögliche giftige Substanz hin. Deren Konzentration, Bedeutung und Ursache müssten jedoch noch überprüft werden, betonten die Wissenschaftler. Ein erster amtlicher Test auf ein bestimmtes Gift fiel negativ aus, weitere Tests sollen folgen. Parallel dazu prüfen die Behörden auch Wasserquellen und andere mögliche Umweltverschmutzungen in der Region.

Der Kenya Wildlife Service stellte klar, dass es derzeit keine Hinweise auf eine Gefahr für die Gesundheit von Menschen gebe.

Bedeutung des Amboseli-Nationalparks

Der Amboseli-Nationalpark im Süden Kenias ist weltberühmt für seine Artenvielfalt und die spektakuläre Aussicht auf den Kilimandscharo jenseits der Grenze zu Tansania. Die weiten Savannenlandschaften und die großen Elefantenherden ziehen jährlich Zehntausende Besucher an. Die mysteriösen Todesfälle werfen nun Fragen zur Sicherheit der Tierwelt in diesem geschützten Ökosystem auf. Die Untersuchungen laufen auf Hochtouren, um die genaue Ursache des Massensterbens zu klären und weitere Todesfälle zu verhindern.

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