Umbau von Kaulsdorfer Kult-Bad Wernerbad weiter verzögert
Kaulsdorfer Wernerbad-Umbau weiter verzögert

Seit 2002 ist das historische Wernerbad in Kaulsdorf geschlossen. Auf dem Gelände soll eine Pflegeeinrichtung entstehen, doch die Pläne stocken. Grund sind die hohen Kosten und Uneinigkeiten über die Mietpreise. Das geht aus einer Antwort des Senats auf eine Anfrage des SPD-Abgeordneten Jan Lehmann hervor.

Hintergrund der Verzögerung

Die landeseigene Wohnungsgesellschaft Berlinovo plant auf dem Areal den Bau einer Pflegeeinrichtung. Laut einem Papier vom September 2025 sind 113 vollstationäre Plätze, 31 Kurzzeitpflegeplätze und 16 Tagespflegeplätze vorgesehen. Als potenzieller Betreiber steht Vivantes bereits fest. Doch zwischen Vivantes, Berlinovo und dem Senat herrscht Streit über die Kosten.

Der Senat schreibt: „Neben den hohen Baukosten sind insbesondere die Parameter zur Umwandlung der Baukosten in die jährliche Miete strittig.“ Die geplante Jahresmiete sei im Vergleich zu ähnlichen Neubauten zu hoch und „nicht tragfähig“. Das habe man der Berlinovo mitgeteilt, eine Rückmeldung stehe noch aus. Dennoch will man an den Plänen festhalten.

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Dringender Bedarf an Pflegeplätzen

Der Senat betont die Notwendigkeit der Einrichtung: „Die stationären Pflegeplätze, insbesondere die Kurzzeitpflegeplätze, werden angesichts der demografischen Entwicklung in Marzahn-Hellersdorf dringend benötigt.“ Der Bezirk hat eine alternde Bevölkerung, und Pflegeplätze sind knapp. Das Wernerbad-Projekt könnte hier Abhilfe schaffen, wenn die Finanzierung geklärt ist.

Kein öffentlicher Zugang zum Wernersee

Das ehemalige Freibad am Wernersee ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Der Uferbereich wurde von 2018 bis 2019 ökologisch aufgewertet, um Tiere und Pflanzen zu schützen. „Eine Zugänglichkeit für die Öffentlichkeit müsste mit dem Eigentümer privatrechtlich geregelt werden“, so der Senat. Somit bleibt der See auch weiterhin für Besucher gesperrt.

Das Nilpferd Knautschke, einst eine Attraktion des Bads, hat in der Region viele Fans. Sein Verbleib ist unklar, da die Zukunft des Geländes noch nicht entschieden ist. Der Umbau zu einer Pflegeeinrichtung könnte das Areal neu beleben, doch die Verhandlungen ziehen sich hin.

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