In Ghana sind bei schweren Überschwemmungen mindestens zwölf Menschen ums Leben gekommen. Die Behörden befürchten, dass die Zahl der Opfer noch steigen könnte, da viele weitere Personen vermisst werden. Ursache der Katastrophe sind heftige Regenfälle, die weite Teile des Landes überfluteten, darunter auch die Hauptstadt Accra.
Heftige Regenfälle überfluten Accra und umliegende Regionen
Die sintflutartigen Regenfälle begannen am vergangenen Wochenende und hielten mehrere Tage an. Besonders betroffen sind der Großraum Accra sowie ländliche Gebiete im Süden des Landes. Straßen wurden zu reißenden Flüssen, ganze Stadtviertel standen unter Wasser. Rettungskräfte sind im Einsatz, um eingeschlossene Bewohner zu bergen und die Schäden zu erfassen.
Nach Angaben des nationalen Katastrophenschutzes kamen die meisten Opfer durch Ertrinken oder durch einstürzende Gebäude ums Leben. In Accra wurden zahlreiche Häuser unterspült und stürzten ein. Die Behörden haben provisorische Notunterkünfte eingerichtet, in denen Hunderte Menschen Schutz suchen.
Infrastruktur und Landwirtschaft schwer getroffen
Die Überschwemmungen haben nicht nur Menschenleben gefordert, sondern auch massive Schäden an der Infrastruktur verursacht. Brücken wurden zerstört, Stromleitungen beschädigt und Trinkwasserquellen verunreinigt. Die Regierung warnt vor einem erhöhten Risiko für wasserbedingte Krankheiten wie Cholera. Landwirtschaftliche Flächen wurden überschwemmt, was die ohnehin angespannte Ernährungssituation in der Region weiter verschärfen könnte.
„Dies ist eine der schlimmsten Flutkatastrophen der letzten Jahre in Ghana“, erklärte ein Sprecher des Katastrophenschutzes. „Wir tun alles, um die betroffenen Menschen zu unterstützen und die Schäden zu begrenzen.“
Klimawandel als verstärkender Faktor
Experten weisen darauf hin, dass extreme Wetterereignisse wie diese durch den Klimawandel häufiger und intensiver werden. Ghana und andere westafrikanische Länder sind besonders anfällig für Überschwemmungen, da die Infrastruktur oft nicht ausreichend auf solche Extremwetter vorbereitet ist. Die Regierung kündigte an, die Frühwarnsysteme zu verbessern und den Hochwasserschutz zu verstärken.
Die Rettungs- und Aufräumarbeiten dauern an. Die Behörden bitten die Bevölkerung, sich nicht in gefährdete Gebiete zu begeben und Anweisungen der Einsatzkräfte zu befolgen.



